Europapolitik
 

Z u   a k t i v ,   u m   a l t   z u   s e i n !

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Europa geht uns alle an!


Landesverband Liberale Senioren Hessen ladet ein

am Samstag, den 03.Juli 2010, 11.00 Uhr, im Freilichtmuseum Hessenpark
Wirtshaus Zum Adler Laubweg 3, 61267 Neu-Ansbach

 Der Traum von Europa

Herr Dr. Rudolf Kriszeleit
Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Justiz
für Integration und Europa 

in der politischen und verfassungsrechtlichen Realität
Starker Euro“ nach Griechenland“,  Lisabon – Urteil, Sicherungsverwahrung

 Wir freuen uns
 auf  die  anschließende  Diskussion mit  Ihnen  und  Herrn Dr. Rudolf Kriszeleit
 

Dr.Stefan Ruppert MdB
Kreisvorsitzender
FDP Kreisverband Hochtaunus

Helmut Witzel
Landesvorsitzender
LiS Landesverband Hessen

Herzlich willkommen um 13.30 Uhr in der anschließenden Mitgliederversammlung

Zukunft für Europa und Deutschland ! ?

» Europawahl keine Testwahl »
 

Die kommende Europawahl am 7. Juni 2009
ist nicht als Testwahl für die Bundestagswahlen zu betrachten. Wer es trotzdem tut, verstellt den Blick auf die bereits ereichten Ziele und Tatsachen.

»Das Europäische Parlament vertritt rund 500 Millionen Menschen und rund 80 %  der Gesetzgebung, die uns in Deutschland betreffen.
Wenn man diese Wahl banalisiere, dann dürfe man sich nicht wundern, dass  man dort Vertreter der Unqualifizierten, der Linken oder extremen Rechten sitzen habe
.
 

EUROPA muß eine sich fortschreibende VISION sein und bleiben.

Wir, die damals gerade 18 bis 20 jährigen erkanten nach Kriegsende und teilweise nach der DDR in der Bundesrepublik angekommen  erstmals den Gewinn der Freiheit. Step by step erlebten wir mit Fahrrad oder per Anhalter die Freiheit des Reisens. Die Begegnung mit anderen Nationen, deren Kulturen und den offene Gedanken- Austausch.

Neben dem Erreichten müssen wir unsere Vision von einem Europa, unseren Enkeln erklären und Sie begeistern, so Helmut Witzel,  Landesvorsitzender der liberalen Senioren Hessen.

Ein Parlament für Bürger.
Für ein Europa der Bürger
Für Freiheit, Eigenverantwortung und fairer Wettbewerb.
Für ein stärkeres Europa mit Beschränkung auf das Wesentliche.
Ländlich verwurzelt – europäisch geprägt.

 

www.fdp-in-europa.de

Gießen- Kleinlinden (ast). Deutschland ist kein Polizei- oder gar ein
Überwachungsstaat. Dennoch hat sich seit den terroristischen Anschlägen
auf das World Trade Center in New York im September 2001 die Gesetzeslage
in Deutschland und Europa so weit verändert, dass der Staat auf Verdacht
immer mehr Einblick in die persönlichen Daten und Aktivitäten seiner
Bürger nehmen kann.

FDP-Europaabgeordneter Alvaro kritisiert überzogene Antiterrorgesetze

»Alle Bürger werden grundsätzlich verdächtigt«
    Alexander Alvaro
sprach in Kleinlinden

Alexander Alvaro, der innenpolitische Sprecher der liberalen Fraktion im Europäischen Parlament sieht, diese Veränderung kritisch.
Bei seinem Vortrag  warnte er, dass die Gesellschaft ihre Freiheitsrechte viel zu leichtfertig aufgebe. Das eigentlich Schlimme sei, dass den wenigsten genau bewusst sei, wie weit der Staat bereits in die eigene persönliche Freiheit eingreifen könne, meinte Alvaro. Es sei mit der Freiheit wie mit der Luft zum Atmen, so der Politiker. Solange man noch atmen könne, scheine alles in Ordnung, fehle die Luft, sei es schon zu spät. Grundrechte wie das Recht auf Privatsphäre oder    informationelle Selbstbestimmung blieben bei den Anti-Terrorgesetzen oder der Richtlinie zur sechsmonatigen Vorratspeicherung von Kommunikationsdaten auf der Strecke. »Es ist grober Unfug zu sagen, wenn man nichts zu verbergen hat, dann kann dieser mögliche Eingriff in die Privatsphäre nicht so schlimm sein, sagte Alvaro. Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung betreffe alle  Bürgerrinnen und Bürger Europas, die regelmäßig telefonierten, SMS versendeten und das Internet benutzten. »Alle Bürger werden damit grundsätzlich als mögliche Verdächtige wahrgenommen, was der Unschuldsvermutung, einer Säule des europäischen Rechts und des Grundgesetzes, zuwiderläuft, so Alvaro. Und diejenigen, die wirklich kriminelle und terroristische Machenschaften hegten, könnten die Datenspeicherung umgehen, indem sie einen außereuropäischen Provider wählten oder aus Telefonzellen anriefen. Zudem sei eine solch umfangreiche Datenspeicherung auch wirtschaftlich nicht sinnvoll. Mittelständische Unternehmen sollen beispielsweise ihre Kundendaten mit so genannten Sanktionslisten abgleichen, bevor sie ihre Waren versenden dürfen. »Das sind irrsinnige Maßnahmen«, meinte Alvaro, denn die Listen enthalten tausende Einträge, die sich wöchentlich ändern könnten. Wenn  die Unternehmen ihre Kundendaten nicht mit den »Terrorlisten« abglichen, müssten sie mit Strafen wie hohen Bußgeldern oder sogar Haftstrafen rechnen.

Alvaro forderte, eine Ausgewogenheit zwischen der Freiheit des Einzelnen und der Sicherheit nach Innen und Außen zu finden.

 

Rede von Dr. Guido Westerwelle

zum Gesetz zum Vertrag von Lissabon
Rede im Deutschen Bundestag am 24. April 2008

(Stenographisches Protokoll)

 

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundeskanzlerin, das ist eine der Debatten in diesem Hohen Hause, bei der die Grenzen in Wahrheit nicht zwischen Regierung und Opposition verlaufen. Wir freuen uns darüber, und zwar gleich auf welcher Seite dieses Hauses wir sitzen, dass mit der heutigen Entscheidung eine Entwicklung einen guten Schlusspunkt finden wird. Das ist ein guter Tag für Deutschland; es ist ein guter Tag für Europa. Das Wichtigste dabei ist, dass die Bürgerinnen und Bürger davon etwas haben. Ausdrücklich erkennen wir als liberale Opposition auch den Beitrag an, den die Regierung Merkel/Steinmeier hier geleistet hat.

(Beifall bei der FDP, der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Meine Damen und Herren, wenn man in der Bevölkerung über Europa debattiert - der Vertrag ist ausführlich dargestellt worden; ich muss nicht noch einmal alle Detailpunkte wiedergeben -, mit jungen Menschen oder mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich über Bürokratie ärgern, die nicht nachvollziehen können, warum uns in Deutschland bestimmte Dinge aus Brüssel erreichen, dann stellt man häufig fest, dass der eigentliche Grund, warum wir Europa machen, in den Hintergrund rückt. Für mich ist das besonders deutlich geworden in einer außerordentlich bewegenden Stunde, die wir vor wenigen Wochen hier erleben durften, nämlich bei der Gedenkstunde anlässlich des vor 75 Jahren erlassenen Ermächtigungsgesetzes. Es gab hier, wie ich ausdrücklich erwähnen möchte, zwei großartige Reden, nämlich vom Bundestagspräsidenten und von Hans-Jochen Vogel. Das, was Hans-Jochen Vogel uns als denen, die heute Verantwortung tragen, da gesagt hat, ist in meinen Augen auch erhellend dafür, warum wir Europa machen müssen.

(Dr. Peter Struck (SPD): Ja!)

Hans-Jochen Vogel sagte damals hier von diesem Platz aus: Für meine Generation war Krieg die Normalität. Für euch ist Frieden die Normalität. - Wir, die wir im Frieden leben, sollten nicht vergessen, dass das das größte Geschenk der europäischen Geschichte ist. Hätte Europa nicht mehr gebracht als Frieden, es hätte sich schon gelohnt, meine Damen und Herren!

(Beifall bei der FDP, der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Ich habe mir während der Rede der Bundeskanzlerin - ihre Ausführungen unterstützen wir - ein bisschen die Gesichter vor allen Dingen von den jungen Menschen angesehen, die oben auf den Tribünen sitzen, die zuschauen und sich die Frage stellen, was diese europäischen Institutionen und Techniken - Hoher Kommissar für Außenpolitik, doppeltes Mehrheitsprinzip, Subsidiaritätsklage - mit ihnen zu tun haben. Natürlich ist das auf den ersten Blick unglaublich kompliziert; natürlich ist das auch das, was uns im täglichen Geschäft beschäftigt. Aber in Wahrheit ist es ein unglaubliches Glück, dass wir zum ersten Mal in unserer Geschichte in einem Zustand leben, in dem um Deutschland herum nur befreundete Länder und Staaten sind, die unter demselben Dach der Europäischen Union organisiert sind. Für einen Kontinent, auf dem Krieg das Normale war, ist das eine mittlere Sensation. Es ist großartig, was wir jetzt hier und heute erleben, meine Damen und Herren!

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Deswegen kann ich nur denen sagen, die heute mit Maximalpositionen kommen - von Rechtsaußen und von Linksaußen hört man ja Vieles, was man hätte besser machen sollen -: Das ist leicht gesagt. Jeder wird es so sehen, dass einiges, hätten wir den Vertrag alleine erstellt, ohne auf die anderen 26 Staaten Rücksicht zu nehmen, anders gekommen wäre. Aber wir hätten auch fetzige Diskussionen erlebt. Erst recht erlebt man solche, wenn sich 27 Staaten einigen müssen. Deswegen gilt, wie ich denke, die Erkenntnis von Konrad Adenauer: Wenn man das Beste in der Europapolitik nicht erreichen kann - das Beste wäre eine Verfassung gewesen, und zwar durch eine Volksabstimmung bestätigt -, ist man gut beraten, das Zweitbeste zu machen. Das, was heute vorliegt, ist das Zweitbeste. Es ist besser als alles andere, was wir an Alternativen haben.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)

Ich ahne, dass es Stunden und Tage geben wird, wo wir Deutsche die institutionellen Reformen, die die Bundeskanzlerin hier zu recht als Erfolg darstellt und die wir heute loben - mehr Mehrheitsentscheidungen, kleinere EU-Kommissionen -, verfluchen werden. Wir werden nämlich erleben, dass es nicht für all unsere Auffassungen und Haltungen in Europa eine Mehrheit geben wird. Wir werden unglaublich kräftige Diskussionen mit mehr oder weniger lokalpatriotischer Ausprägung führen. Wir werden all das erleben. So stimmt das, was Sie, Frau Bundeskanzlerin, sagten: Man kann Brüssel besser machen, so wie man Mainz und München besser machen kann.

(Renate Künast (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Berlin kann man auch besser machen!)

- Jetzt, wo Sie es sagen, Frau Künast. Auch die Grünen kann man besser machen.

(Heiterkeit und Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir werden noch einige sehr empfindliche Diskussionen darüber führen. Das wird vor allem in Bereichen sein, die wir uns zurzeit nur zaghaft anzusprechen trauen. Ich meine die gesamte Entwicklung im Innen- und Rechtsbereich sowie das Selbstverständnis, auch das rechtsstaatliche Selbstverständnis. Das ist zum Glück in Deutschland außerordentlich sensibel ausgeprägt, wobei wir wissen, dass dies in anderen Ländern nicht unbedingt zwingend so der Fall ist.

Das, was wir heute beschließen, ist schlechter als eine Verfassung mit Volksabstimmung, aber besser als die Alternative, nämlich nichts zustande zu bringen. Vor allem ist es die Konsequenz aus der Erweiterung der Europäischen Union. Natürlich fragen sich viele, ob einige Länder unbedingt dazukommen mussten, ob diese Länder überhaupt schon die mitteleuropäischen Standards erfüllen. Aber die Erweiterung der Europäischen Union liegt vor allem aufgrund unserer geografischen Lage im deutschen Interesse, übrigens nicht nur im deutschen friedenspolitischen Interesse, sondern auch im deutschen ökonomischen Interesse. Viele reden über die Globalisierung. Dass wir einen Binnenmarkt mit etwa 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, also Teilnehmern dieses Binnenmarktes, bekommen, ist in Wahrheit eine ausgezeichnete Antwort auf den wachsenden Wettbewerbsdruck in der Welt durch die Globalisierung.

Auch die ökonomischen Chancen steigen. Deutschland ist der Gewinner der Europäischen Union, auch wenn wir viel dafür zahlen. Wir sind der Gewinner der Europäischen Union, weil kein Land so abhängig ist vom Export und damit auch vom großen europäischen Binnenmarkt wie wir Deutsche. Etwas anderes haben wir nicht.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)

Europa wird mit diesem Vertrag besser funktionieren. Mehr überzeugte Europäer schafft er noch nicht. Das hätte aus unserer Sicht ein Verfassungsvertrag mit einer Volksabstimmung leisten können. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass dies nicht erreichbar war. Wir alle wissen, dass das in anderen Ländern per Volksabstimmung gescheitert ist. Jetzt gibt es diesen Vertrag. Wir als FDP-Fraktion werden aus innerster Überzeugung den Vorlagen einstimmig zustimmen.

Ich möchte nun noch zwei Bemerkungen machen, von denen ich überzeugt bin, dass wir sie hier berücksichtigen sollten. Aus Sicht einer liberalen Partei, einer liberalen Fraktion ist es nicht erfreulich, dass sich beispielsweise der Gedanke eines freien und funktionierenden Wettbewerbs, eines unverfälschten Wettbewerbs - das ist eigentlich ein klassischer Gedanke der Gründer der sozialen Marktwirtschaft - in einer Protokollnotiz verstecken muss. Das bedauern wir. Aus unserer Sicht hat dies einen zu sehr wohlfahrtsstaatlichen Anstrich. Aber so ist es nun einmal bei einem Kompromiss.

(Volker Kauder (CDU/CSU): So ist es!)

Dies hätten wir gerne anders gesehen. Aber das kommt jetzt so, und man muss es akzeptieren.

Natürlich ist aus unserer Sicht völlig klar - das wird unsere Aufgabe sein, auch aufgrund unserer deutschen Tradition der Währungsstabilität -, dass die Europäische Zentralbank nicht irgendeine, sondern die entscheidende Institution zur Wahrung der Stabilität des europäischen Finanzmarktes ist. Von daher müssen wir mit Argusaugen darauf achten, dass die Europäische Zentralbank nicht zum politischen Spielball von gelegentlichen Stimmungen wird. Wir wissen, andere Länder gehen an diese Sache anders heran. Umso wichtiger ist es, dass wir Deutsche unsere Währungskultur in Brüssel nachdrücklich vertreten.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und des Abg. Manfred Zöllmer (SPD))

Ich komme zum Schluss. Frau Bundeskanzlerin, Sie haben völlig zu Recht auf die Chancen hingewiesen, die jetzt, jedenfalls theoretisch, durch eine besser koordinierte Außenpolitik entstehen. Das beschäftigt und bewegt natürlich schon seit langer Zeit auch den Außenminister. Wir hoffen, dass das mehr sein wird als eine Institution. Wir hoffen, dass das mehr sein wird als eine strukturelle Beruhigung. Das muss mit Leben und Seele gefüllt werden. Nur dieses Amt eines europäischen Quasi-Außenministers zu schaffen, ohne die Bereitschaft, in Europa zu einer gemeinsam koordinierten Außen- und Sicherheitspolitik zu kommen, wäre zu wenig. Dahinter muss auch der Wille stehen, gemeinsam zu handeln. Egal wer regiert, ob in Deutschland oder in anderen Ländern, es ist nicht gut, wenn wir in Europa, und zwar noch in diesen Tagen, zulassen, dass andere außerhalb von Europa es schaffen können, uns in Europa außenpolitisch und sicherheitspolitisch zu spalten. Das ist übrigens etwas, was bei der Raketenstationierung aus unserer Sicht zu kurz gekommen ist. Es ist nicht nur für die NATO eine Frage, ob die USA in Polen und in Tschechien Raketen stationieren, sondern es ist auch eine europäische Frage; denn wenn wir es mit der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik ernst meinen, können wir Zonen unterschiedlicher Sicherheit in Europa nicht zulassen.

(Beifall bei Abgeordneten der FDP und der SPD)

Wir haben ein Interesse an einer gemeinsamen Europa- und Außenpolitik, das heißt an einer Außenpolitik, die der Abrüstung verpflichtet ist und die nicht sehenden Auges eine neue Aufrüstungsspirale zulässt. Das ist das, was ich dazu beitragen wollte. Wir werden zustimmen.

Herzlichen Dank.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)

 

Europa nach dem Vertrag von Lissabon
Eine Herausforderung für nationale Parlamentarier

 

Frau Mechthild Dyckmans
Mitglied des Deutschen Bundestages,
justizpolitische Sprecherin der FDP Bundestagsfraktion und
Mitglied im Unterausschuss Europarecht des Deutschen Bundestages


Unsere Gesetze werden immer mehr von Brüssel beeinflusst. Welche Kompetenzen haben unsere Bundesabgeordneten in Berlin eigentlich noch?
Sind  sie nur Ausführungsorgan von Europa? Welchen Einfluss kann der Deutsche Bundestag auf die Rechtsetzung aus Brüssel nehmen?
Was ändert sich durch den Vertrag von Lissabon auf den sich die Mitgliedsstaaten nach dem Scheitern des Verfassungsvertrages geeinigt haben?
Diesen und weiteren Fragen im Zusammenhang mit dem Vertrag von Lissabon wollen wir bei der Veranstaltung nachgehen.

Auf die anschließende Diskussion mit  Ihnen  und Frau Dyckmans freuen sich



Dr.Stefan Ruppert
Kreisvorsitzender 
FDP Kreisverband Hochtaunus 



Helmut Witzel
Landesvorsitzender
LiS Landesverband Hessen

Vertrag von Lissabon
(Auszug von Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Der Vertrag von Lissabon (ursprünglich auch EU-Grundlagenvertrag bzw. Reformvertrag genannt) soll der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersönlichkeit geben und den abgelehnten Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) ersetzen. Beim EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober 2007 einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf den endgültigen Vertragstext, der am 13. Dezember 2007 in Lissabon unterzeichnet wurde. Bis Mitte 2009 soll der Vertrag durch alle Mitgliedstaaten ratifiziert sein. Aller Voraussicht nach wird lediglich Irland ein Referendum über den Vertrag abhalten.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Die Wahlen zum Europäischen Parlament waren ein Erfolg für die Liberalen der BRD. Die Bürger Europas entschieden über die Zusammensetzung des gemeinsamen Parlaments und stellten so die Weichen für die nächsten 5 Jahre. Hierbei wird es um so wesentliche Fragen gehen wie
 

bulletdie Ausarbeitung einer neuen Verfassung für die Europäische Union, 
bulletdie Erweiterung der EU nach Osten oder
bulletdie Ziele der zukünftige Wirtschaftspolitik z. B. bei den Agrarsubventionen.

Diese Europawahl war nicht nur eine Testwahl für Berlin. Wir stehen in Europa an einem Scheideweg: Die alten Strukturen, angefangen vom Einstimmigkeitsprinzip über den Schutz spezieller nationaler Wirtschaftszweige, werden einem Europa von 25 und mehr Nationen nicht mehr gerecht. Mit einer starken liberalen Fraktion werden wir deutschen Liberalen diesen Weg mitgestalten.

Liberale Senioren Hessen unterstützen die zentralen liberalen Forderungen, aufgestellt von der liberalen Fraktion im Europäischen Parlament:

bulletDie Erweiterung der EU ist ein moralischer Imperativ, eine politische Notwendigkeit und eine wirtschaftliche Gelegenheit, die Demokratie, langfristige Stabilität und Frieden in Zentral- und Osteuropa fördern wird.
bulletDer Erweiterungsprozess muss durch eine entsprechende Reform der Institutionen der EU begleitet werden, die dem Prinzip der Transparenz folgt. Das demokratisch gewählte Parlament sollte mehr Einfluss erhalten, z. B.  Haushaltskontrolle über alle Ausgaben der EU.
bulletDer demokratische Prozess muss durch die Einführung der proportionalen Repräsentation und die Förderung der Dezentralisierung modernisiert werden. Die Bedeutung der aktiven Staatsbürgerschaft muss sich in der Gestaltung europäischer Politik widerspiegeln.
bulletDie zentrale Aufgabe einer Regierung ist die Gewährleistung von sozialer Gerechtigkeit und Wettbewerb. Die Vervollständigung des Binnenmarktes im Finanz- und Dienstleistungssektor ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung einer dynamischen, wissensbasierten Wirtschaft, die den Bürgern Nutzen und Chancen bietet.
bulletKleine und mittelständische Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und müssen zu Investitionen in Forschung und Entwicklung ermutigt werden. Hierzu können neue Möglichkeiten geschaffen werden, indem die Besteuerung von Arbeitsplätzen und Einkommen weg und hin zu Konsum, Umweltverschmutzung und Abbau natürlicher Ressourcen verlagert wird.
bulletNachhaltige Entwicklung muss durch die Einführung finanzpolitischer Rechte auf kommunaler Ebene gefördert werden, die Umweltverschmutzung sowie die Vergeudung von Rohstoffen vermeiden.
bulletEuropa muss bereit sein zu handeln, wann immer die Rechtsstaatlichkeit missachtet, Menschenrechte verletzt und der Frieden gefährdet wird.

 

 

www. liberale- senioren- hessen.de

 für ein liberales Europa 

„Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt Europa eine bis dahin noch nie dagewesene Periode fortwährenden Friedens. Sie fußt auf dem Werk der Versöhnung der älteren Generationen, wie sie z.B. zwischen Deutschen und Franzosen sowie Deutschen und Polen exemplarisch gelungen ist. Sie ging einher mit gewachsenem Wohlstand und einem hohen Maß an innerer und sozialer Sicherheit, die es sowohl für die jungen als auch für die älteren Menschen weiter zu entwickeln gilt“ (Deutscher Seniorentag 2003).

Europa ist eine große Herausforderung. Die Europäische Union formiert sich nicht nur als wirtschaftliche und politische Einheit, sie bildet auch eine Wertegemeinschaft. Die große Tradition ihrer Kultur in den weltweiten Dialog einzubringen, ist die Aufgabe der älteren Europäerinnen und Europäer. Den älteren Menschen kommt beim Aufbau Europas eine Pionierrolle zu.*

 

Liberalen Senioren Hessen fordern:

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europäische Politik muss auf allen Ebenen dem demographischen Wandel Rechnung tragen durch eine gesellschaftliche Neubewertung der Leistungsfähigkeit älterer Menschen und durch Verhinderung jeglicher Art von Altersdiskriminierung.

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das Ziel „Geldwertstabilität“ muss in den Zielekanon der Verfassung übernommen werden; die Unabhängigkeit der europäischen Zentralbank darf nicht angetastet werden; der Stabilitätspakt ist ohne Abstriche einzuhalten.

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Europa braucht eine strikte Kontrolle von Kartellen und Monopolen für eine funktionierende Marktwirtschaft.

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die Gewährleistung sozialer Standards muss in der eigenen Verantwortung der Mitgliedsstaaten verbleiben.

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die Überreglementierung unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes ist zu beseitigen.

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die rechts- und sicherheitspolitische Kooperation mit den Beitrittsländern ist zu intensivieren. Die grenzüberschreitende Polizeiarbeit ist auszubauen. Notwendig ist schneller Ausbau der Grenzpolizei an den Außengrenzen.

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die Defizite in der demokratischen Struktur der Europäischen Union sind abzubauen, insbesondere sind die Initiativrechte des Europäischen Parlaments zu stärken.

 

Europa ist die Zukunft für Kinder und Jugendliche in der Europäischen Union. Gleichzeitig ist Europa das Lebens- und Handlungsfeld für eine aktive ältere Generation.

Die Liberalen Senioren wollen die FDP dabei unterstützen, der großen Verantwortung aller Generationen gerecht zu werden.

 

 *Deutscher Seniorentag

 

e-mail: Kontakt@liberale-senioren-hessen.de     letzte Änderung am 04.09.2010