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Liberale Senioren Hessen
fordern einen Sprachstandstest für alle Vorschulkinder

Die FDP Fraktionen auf Landes- und Bundesebene werden aufgefordert, mit Nachdruck das Projekt eines Sprachstandstest durchzusetzen, das heißt, neben der medizinischen Untersuchung einen verpflichtenden Sprachstandstest für alle Vierjährigen durch das Gesundheitsamt unter Mitwirkung von Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen, oder wenigstens eine Wiedereinführung des Schulreifetests. Erneut beantragen wir ein verpflichtendes kostenloses Kindergarten- bzw. Vorschuljahr, in dem Kinder, deren Sprachstand nicht dem Alter entspricht, an einer speziellen Sprachförderung teilnehmen müssen.

Verpflichtende Sprachstandstest für alle Vorschulkinder kommt nicht!?
Gesundheitsamt appelliert an Kindertagesstätten: Freiwillig melden für „KiSS"-Programm!
„Verpflichtend“,  ist deshalb gefordert, da es seit Jahren eine von Kommunen geförderte bewährte Zusammenarbeit zwischen Erzieher/innen und Lehrer/innen gibt und erfolgreich mit den Programmen wie „KiSS“ (Kreis Gießen) oder dem „Würzburger Programm“ gearbeitet wird. So lange diese Aktivitäten nur Angebote bleiben, werden viele Kinder (in einem Zeitungsartikel der Gießener Allgemeinen wird von fast 20 % gesprochen) die für dieses Alter typischen Freude am Lernen verlieren und schon in der Grundschule nicht mithalten können.
Ein verpflichtender Sprachstandstest würde z. B. Erkenntnisse über Ausdrucks- und Reaktionsfähigkeit, Verstehen, d. h. Umsetzen des Gehörten und Gesprochenen vermitteln und dadurch eine kompetente  Einschätzung der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Fähigkeiten eines Kindes ermöglichen.  Bei der von Seiten des Sozialministeriums gemachten Äußerung, die verpflichtende Sprachstandsuntersuchung sei ein Eingriff in das Elternrecht, sehen wir  das genaue Gegenteil.  Die Unterlassung derselben verstößt gegen die Gesetze der Chancengleichheit.
Das Argument der Diskriminierung entfällt, wenn das letzte Kindergarten- bzw. Vorschuljahr für alle verpflichtend ist.

Obige Forderung wird getragen von der Mitgliederversammlung der liberalen Senioren Hessen am 23,06.2011 in Neu-Isenburg und der Bundesdelegiertenversammlung am  09.07.2011 in Stuttgart.

Liberale Senioren haben gewählt
Der neue und alte Vorsitzende des Landesverbandes der Liberalen Senioren Hessen ist Helmut Witzel, zugleich wurde er wieder in den LiS Bundesvorstand berufen.

Ehrenamtliche Politik dient der Demokratie. Ihren Regeln geschuldet, unterzogen sich die Mitglieder mit Erfolg einem Wahlmarathon auf Orts-, Landes- und Bundesebene.

So bestellte die FDP Gießen den zurückgetretenen vormaligen Kreistagsabgeordneten Helmut Witzel weiterhin zum Seniorenbeauftragten, die Landesmitgliederversammlung in Neu-Isenburg wählte Ihn erneut für weitere zwei Jahre zum Landesvorsitzenden der liberalen Senioren Hessen. Die Bundeslegiertenversammlung in Stuttgart wählte ihn erneut in den Bundesvorstand der liberalen Senioren.

Auf der Landesebene Hessen wählte die Mitgliederversammlung die bisherigen Stellvertreter,  Karl Heinrich Träbing ( Schwalbach ) und  Marga Doris Zoller ( Linden ) Wiedergewählt wurde der bisherige Schriftführer Helmut Lind ( Oberursel ) und die Schatzmeisterin Annemarie Ramm ( Königstein )
Beisitzer bleiben  Martin Holzfuß ( Butzbach ) Dr. Fritz Fiedler(Gießen) Hans Heinrich Jäger (Bad Hersfeld)  Wolf Alzuhn (Laubach) und Brunhilde Trenz (Allendorf)
Neu hinzu gewählt wurde Christoph Berg (Eltville) und Irmgard Naher-Schmidt (Frankfurt M.)
Dem Landesvorstand steht Dr. Dieter Hondelmann beratend zur Seite (Friedrichsdorf )


Auf Einladung des Vorsitzenden der liberalen Senioren Offenbacher-Land, Gerhard .Gräber und der Ortsvorsitzenden Neu-Isenburg, Edith Reitz, erfolgte bei strahlendem Sonnenschein, die Landesmitgliederversammlung 2011 der Liberalen Senioren Hessen in der Neu-Isenburger Bansamühle.

Das nötige technische Equipment besorgte das Ortsverbandsmitglied der FDP Richard Krüger, der auch als Fotograf tätig wurde. Die Versorgung mit Essen und Getränken übernahm Edith Reitz, die auch für Orts- und Kreisverband das Grußwort sprach.
Auch Bürgermeister Hunkel war gerne zu einem Grußwort vorbeigekommen, er führte gegenüber den LiS`ern aus, welche Projekte in Neu-Isenburg seit Jahren für unser Senioren durchgeführt wurden und werden.
Er bedankte sich bei Reitz und Gräber für deren, gerade in diesen Bereichen, langjährige politische Ideengebung und Unterstützung.

Der Landesvorsitzende der LiS, Helmut Witzel, bedankte sich bei dem Trio, besonders aber  bei dem Isenburger Bürgermeister, da nicht bei allen Veranstaltungen der liberalen Senioren, ein Bürgermeister ein Grußwort spricht.

Bild zeigt von l n.r:
Bürgermeister Hunkel, Edith Reitz, Gräber, Ramm, Zoller, Schulz-DuBois,(Referent)  Träbing, Witzel

Danach übergab Witzel das Wort an den Referenten des Tages, Hermann Schulz-DuBois, gelernter Bauingenieur, bis 1993 bei Holzmann tätig, danach, als Hobby, Energiepolitik mit guten Verbindungen zur Wissenschaft.

Sein Thema war  “Sichere Stromversorgung bis 2022“ ist in Frage zu stellen ?????
Wichtige Punkte seines Referats:

Wer baut, wer bezahlt die notwendigen Ferntrassenleitungen?
Wer und wo baut man z.B. die nötigen Gaskraftwerke?
Strom sei nicht speicherbar, d.h. wenn man es könnte, müsste ein solcher Speicher die Ausdehnung des Bodensees haben und mindestens 100 m in die Höhe gehen, also nicht durchführbar.
Das komplette Schluchseepumpspeicherwasserkraftwerk liefere gerade mal die Menge eines Kohlekraftwerkes.
Photovoltaik liefere nur, wenn den die Sonne scheint. Dies sei in der BRD nur in 1250 Sonnenstunden pro Jahr der Fall. Wind liefere für 3000 Stunden.
In Deutschland, führte Schulz-DuBois weiter aus, gingen 17 KKWs vom Netz, in den umliegenden Ländern gäbe es 123 KKWs, weltweit existierten 440, mehrere hundert Neubauten seien geplant.
Fazit: Es würde nicht ehrlich miteinander umgegangen, z.B. würde das Thema Grundlast tunlichst vermieden, Deutschland ginge weltweit einen Soloweg, der zumindest für die Bürger teuer würde, die Gefahr eines GAU bestünde seitens der 123 Nachbarländer KKWs trotzdem.
Es folgte eine rege Diskussion.

Nach der Mittagspause folgten Rechenschaftsberichte und Neuwahlen.
Als geschäftsführender Vorstand wiedergewählt wurden der Landesvorsitzende Helmut Witzel, seine Stellvertreter Marga Zoller und Karl-Heinrich Träbing, als Schatzmeisterin Annemarie Ramm.

Mit Dank an die hiesigen Organisatoren und der Aufforderung, als LiS aktiv wie bisher weiterzumachen, schloss Helmut Witzel die Landesmitgliederversammlung 2011 in Neu-Isenburg.

Mit freundlichem Gruß

Gerhard H. Gräber         Edith Reitz
Kreisvorsitzender           Ortsvorsitzende
      OF-Land                   Neu-Isenburg

Landesmitgliederversammlung
am Donnerstag, den 23. Juni 2011. 10.30 – 15.30 Uhr

Bansamühle
Bansastaße 29 ( Einmündung Grafenbruchring)
63263 Neu - Isenburg

Liebe Mitglieder und Freunde der liberalen Senioren Hessen.

Im Auftrag des Vorstandes lade ich Sie satzungsgemäß ganz herzlich zur Jahresmitgliederversammlung ein. Wir hoffen auf eine möglichst große Teilnahme und wollen uns vor den Wahlen Zeit für inhaltliche Arbeit nehmen und beginnen deshalb bereits vormittags ab 10.30.

Unser Thema vormittags ab 10.30 Uhr:

Sichere Stromversorgung bis zum Jahre 2022..?
Probleme beim Umstieg, Fakten, Risiken, Kosten.
Moderation: Hermann Schulz- Du Bois

 Unsere Mitgliederversammlung ab 13.00 Uhr

LiS Landes Vorstandswahlen
Gemäß Satzung

 Wir freuen uns, daß wir unser Mitglied, Herrn Schulz – Du Bois, zu obigem Thema gewinnen konnten, in das er sich intensiv eingearbeitet hat.
Dank auch unserem Gastgeber, dem LiS Kreisverband Neu – Isenburg,
Mit liberalen Grüßen

Ihr

Die Prilivierten in der Alters-Zusatzversorgung mit Hife der Gewerkschaften !
H.W.20.06.2010

Gewerkschaften, die Beschützer der gering Verdiener und Harzer, machen mobil, obwohl selber Verursacher von Verwerfungen in der arbeitenden Bevölkerung.

z. Beispiel: Öffentliche Bedienstete, Banken u. Sparkassen, Versicherungen Großkonzerne der IG Chemie, Bergbau, IG Metall - Autoindustrie, usw.
Mit der Folge einer Leistungsunabhängigen Bevorzugung von ca 22 % der Beschäftigten gegenüber der im Mittelstand tätigen Leistungsträger.

Soweit zu den Trägern der roten Fahnen.
Ganz zu schweigen von den Pensionären....

Der Steuerzahler 02.2010
Deutschland: Pensionäre hängen Rentner weit ab

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie erstmals die Vermögensverteilung in Deutschland unter Berücksichtigung der künftigen Renten und Pensionsansprüche analysiert. Das Ergebnis bestätigt die stetige Kritik des BdSt an der hohen Beamtenversorgung eindrucksvoll.

Die Anwartschaft eines Beamten aus Pensionsansprüchen beläuft sich im Durchschnitt auf über 3oo.ooo Euro. Sie ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei einem vergleichbaren Rentner, der es auf lediglich 125.ooo Euro schafft.
Ebenso das Bild beim gesamten Nettovermögen.
Pensionäre kommen auf 5oo.ooo Euro, Rentner liegen auch hier Mit 233.000 Euro weit zurück.

Damit häufen die Beamten bis zu ihrer Pensionierung das höchste Vermögen aller Berufsgruppen an und hängen selbst gut situierte Selbständige mit bis zu neun Mitarbeitern deutlich ab. Diese äußerst komfortable Situation der Beamten und Pensionäre ist auf ihre Privilegien zurückzuführen.

Im Gegensatz zu Angestellten, Arbeitern und Selbständigen müssen sie keine Beiträge zur Altersvorsorge leisten. Da ihre Beschäftigung staatlich garantiert ist, weisen sie regelhaft eine durchgängige Erwerbsbiographie auf, im Unterschied zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die auch Phasen der Arbeitslosigkeit aufweisen, was ihre Rentenansprüche entsprechend drückt. Schließlich bemisst sich die Beamtenpension nicht nach dem durchschnittlichen Verdienst des gesamten Arbeitslebens, wie bei den Rentnern, sondern nach der hohen Besoldung vor Pensionseintritt.

Alles in allem sind die Beamten ungerechtfertigt überversorgt, was der BdSt seit Jahren scharf kritisiert. Ihre Privilegien, insbesondere die hohen Pensionsansprüche, müssen deutlich abgebaut und der Fairness halber den Kriterien der gesetzlichen Rente angepasst werden.

Mehr zum Thema unter Zwischenruf zu lesen.


Landesverband Liberale Senioren Hessen ladet ein

am Samstag, den 03.Juli 2010, 11.00 Uhr, im Freilichtmuseum Hessenpark
Wirtshaus Zum Adler Laubweg 3, 61267 Neu-Ansbach

 Der Traum von Europa

Herr Dr. Rudolf Kriszeleit
Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Justiz
für Integration und Europa 

in der politischen und verfassungsrechtlichen Realität
Starker Euro“ nach Griechenland“,  Lisabon – Urteil, Sicherungsverwahrung

 Wir freuen uns
 auf  die  anschließende  Diskussion mit  Ihnen  und  Herrn Dr. Rudolf Kriszeleit
 

Dr.Stefan Ruppert MdB
Kreisvorsitzender
FDP Kreisverband Hochtaunus

Helmut Witzel
Landesvorsitzender
LiS Landesverband Hessen

Herzlich willkommen um 13.30 Uhr in der anschließenden Mitgliederversammlung

Liberale Senioren Hessen begrüßen die erneute Standortbestimmung seitens
Dr. Solms.

Wachsamkeit ist angesagt – Steht diesmal die CDU zum Koalitionsvertrag?
Liberale Senioren erinnern sich:

bullet Die Kohl/Genscher Regierung stellte eine verabredete Steuerreform unter einen Prüfauftrag mit dem Ergebnis einer Ablehnung der CDU/CSU.
bullet Der CDU/ FDP Wahlkampf wurde kurz vor der Bundeswahl belastet mit einem Bierdeckel und Professor der CDU/SSU und gab damit eine Steilvorlage für ROT/GRÜN mit dem Ergebnis einer Großen Koalition von CDU/SPD.
bullet Neue Zusammenarbeit, neues Spiel ?

Dr. Hermann Otto Solms, MdB
Vizepräsident des Deutschen Bundestages
Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen
der FDP-Bundestagsfraktion

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte den Beginn des neuen Jahres für einige grundlegende Bemerkungen zu einigen wichtigen Themen im Zuständigkeitsbereich des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen nutzen. Die in den Wochen seit der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages andauernden Diskussionen insbesondere zu den Fragen Steuersenkungen und Haushaltskonsolidierung, aber auch zur Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke und zur Energiepolitik allgemein sind Hauptursache dafür, dass die Koalition aus Union und FDP kein geschlossenes Bild in der Öffentlichkeit abgibt. Diese Debatten sind unnütz und helfen niemandem. Grundlage der Arbeit der Koalition ist und bleibt der Koalitionsvertrag. Es gilt, das Vereinbarte umzusetzen.

Zur Steuerreform:

Die Koalitionspartner haben vereinbart, im Rahmen einer Steuerstrukturreform den Einkommensteuertarif zu einem Stufentarif umzugestalten und dabei insbesondere untere und mittlere Einkommen sowie Familien mit Kindern in einem Gesamtvolumen von 24 Mrd. Euro zu entlasten. Ein Teil der Entlastung von Familien mit Kindern in Höhe von rund 5 Mrd. Euro ist bereits beschlossen und in Kraft, so dass ein Entlastungsvolumen im Rahmen einer Steuerstrukturreform von rund 19 Mrd. Euro verbleibt. Das Ergebnis der Steuerschätzung im Mai, soviel zeichnet sich bereits heute ab, kann diese Grundsatzvereinbarung der Koalition nicht in Frage stellen.
Laut Koalitionsvertrag soll der neue Stufentarif möglichst zum 1.1.2011 in Kraft treten. Die FDP hatte bei den Koalitionsverhandlungen gefordert, die Entlastungen spätestens zu Beginn des Jahres 2012 in Kraft zu setzen, wobei die volle Jahreswirkung wegen der Veranlagungsfälle und der Steuererklärungen der Unternehmen dann im Jahr 2013 eintritt. Das frühere Datum wurde von der Union gefordert. Das heißt, es bestand immer Einigkeit darüber, dass die volle Entlastungswirkung der verabredeten Steuerreform noch in der laufenden Legislaturperiode eintritt. Daran sollten wir uns halten.
Für die FDP sind die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zur Steuer- und Finanzpolitik ein Erfolg. Sie hat sich z. B. mit ihrer Forderung nach Einführung eines Stufentarifs durchgesetzt. Bei den Beratungen der Steuerreform wird sich zeigen, ob es ein Drei-Stufen-Tarif oder ein Tarif mit vier oder fünf Stufen wird. Primäres Ziel dieses Reformteils ist die Beseitigung der Ungerechtigkeit durch die besonders starke Belastung der mittleren Einkommen durch den sog. Mittelstandsbauch. Im Rahmen dieses Reformschritts ist eine Änderung des Spitzensteuersatzes durch uns nicht beabsichtigt.
Im Zusammenhang mit der Reform der Steuerstrukturen sind darüber hinaus im Koalitionsvertrag bereits 19 Maßnahmen zur Steuervereinfachung und zur Entbürokratisierung des Besteuerungsverfahrens aufgezählt. Als weiteres wichtiges Thema muss angesichts des aktuellen Einbruchs der Gewerbesteuereinnahmen und der Haushaltsnöte vieler Kommunen die finanzielle Ausstattung der Kommunen auf eine solidere Basis gestellt werden. Die gegenwärtig schwierige finanzielle Situation der Kommunen ist nicht Folge der Steuerpolitik der neuen Koalition, sondern Folge des krisenbedingten massiven Einbruchs der Gewerbesteuer. Die FDP fordert seit langem die Überwindung der Gewerbesteuer. Ihre Konjunkturanfälligkeit, das hat sich gerade wieder gezeigt, macht sie als Hauptfinanzierungsquelle der Gemeinden untauglich. Deshalb muss die im Koalitionsvertrag vereinbarte Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen ihre Arbeit jetzt schnellstens aufnehmen.
Ein anderer bedeutsamer Bereich der Steuerpolitik für diese Legislaturperiode ist die weitere Erneuerung der Unternehmensbesteuerung – hin zu einem rechtsform-, finanzierungs- und organisationsneutralem Steuerrecht und einer europatauglichen Gruppenbesteuerung nach österreichischem Vorbild.
Darüber hinaus werden wir uns vereinbarungsgemäß mit der Umsatzsteuer befassen. Als Stichworte seien hier nur genannt: Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung, ermäßigte Mehrwertsteuersätze allgemein und insbesondere bei Postdienstleistungen und Abfallwirtschaft.

Zur Haushaltskonsolidierung:

In der anstehenden Sitzungswoche beginnen die Beratungen zum Haushalt 2010. Im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen wird - auch innerhalb der FDP Bundestagsfraktion- intensiv über das Thema Sparen diskutiert. Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass Einsparungen eine ökonomische Notwendigkeit sind und eine Konsolidierung unverzichtbar ist. Steuerentlastungen und Haushaltskonsolidierung waren für die FDP immer zwei Seiten einer Medaille.
Bei der Entscheidung, wie wir die Konsolidierung angehen und welche Konsolidierungsstrategie wir entwickeln, müssen wir zwei wesentliche Dinge berücksichtigen: Die Einhaltung der Schuldenbremse und die Bewältigung der Wirtschaftskrise. Beide Punkte führen im Ergebnis dazu, dass die notwendigen strukturellen Einsparungen nicht im Haushalt 2010, sondern ab dem Haushalt 2011 kommen müssen.
Das heißt nicht, jetzt das Geld zum Fenster herauszuwerfen. Sparsamkeit und die Vermeidung von Verschwendung sollten auch bei den Haushaltsberatungen 2010 oberste Priorität haben. In der Struktur kann die Konsolidierung aber erst mit dem Haushalt 2011 beginnen.
Dafür spricht zum einen die Mechanik der neuen Schuldenbremse. Die Schuldenbremse beschränkt ab 2016 den strukturellen Verschuldungsspielraum des Bundes auf 0,35% des BIP. Artikel 143 d unserer Verfassung verlangt ausdrücklich, im Jahr 2011 mit der Konsolidierung zu beginnen. Von 2011 bis 2016 gilt dann eine Übergangsregelung, nach der das strukturelle Defizit des Jahres 2010 in gleichmäßigen Schritten zurückgeführt werden muss. Die strukturelle Kreditaufnahme des Jahres 2010 ist also die Ausgangsbasis für den Konsolidierungspfad bis 2016.
Zum anderen gibt es ein gewichtiges ökonomisches Argument, mit der strukturellen Konsolidierung erst im Haushalt 2011 zu beginnen: Auch wenn es von der Öffentlichkeit nicht in voller Schärfe wahrgenommen wird, so befindet sich die deutsche Wirtschaft immer noch in einer tiefen Krise. Zwar gibt es erfreulicherweise inzwischen vermehrt Anzeichen einer konjunkturellen Verbesserung. Im letzten Quartal des letzten Jahres hat die wirtschaftliche Entwicklung aber wieder stagniert. Deshalb müssen wir uns über unsere besondere Lage im Klaren sein. Der zurückliegende Absturz war mit minus 5 Prozent im Jahr 2009 ganz außergewöhnlich tief. Auch nur annähernd Vergleichbares hat die Bundesrepublik in ihrer Geschichte nie zuvor erlebt. In dieser Situation führt der Blick auf Wachstumsraten, die sich bereits wieder dem langjährigen Durchschnitt annähern, grob in die Irre. Das Niveau der Wirtschaftsaktivität ist nach dem Absturz weiterhin extrem unbefriedigend. Die deutsche Wirtschaft ist um 10 Stufen tief in den Keller gefallen – die Probleme sind noch nicht gelöst, nur weil es jetzt wieder ein oder zwei Stufen nach oben geht. Wie lange es dauern wird, bis wir den Aufstieg zu unserem „Vor – Absturz “-Niveau geschafft haben, hängt davon ab, wie kräftig und anhaltend der Aufschwung sein wird. Es ist noch keineswegs ausgemacht, dass die gegenwärtige zögerliche Belebung sich weiter positiv entwickelt. Wenn wir durch überstürztes Sparen die aufkeimende Belebung der Konjunktur „kaputt“ sparen, wird dies weitere Rückgänge bei den Einnahmen und noch höhere Ausgaben für die Arbeitslosigkeit nach sich ziehen. Der Konsolidierungsbedarf wird dann insgesamt sogar noch größer! Deshalb ist es wichtig, den Aufschwung zu stärken, um den erforderlichen gesamtwirtschaftlichen Rückenwind für die Haushaltssanierung zu gewinnen.
Für die notwendige Konsolidierungsstrategie ist von der Koalition in gemeinsamer Anstrengung ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Es sollte eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesfinanzministers gebildet werden, die gemeinsame Vorschläge entwickelt. Es wäre falsch, jetzt einzelne Maßnahmen vorab zu diskutieren. Es geht nur mit einem gemeinsamen Konzept. Wir werden nur gemeinsam Erfolg haben, andernfalls droht Misserfolg für alle beteiligten Partner.

Zur Energiepolitik:

Die Koalition hat sich in der Energiepolitik ein anspruchsvolles Programm gegeben. An mehreren Stellen besteht nunmehr dringender Handlungsbedarf. Oberste Priorität hat die Beendigung der gegenwärtig eklatanten Überförderung der Solarenergie. Wir setzen als FDP auf den Ausbau Erneuerbarer Energien und wollen den Weg in das Zeitalter regenerativer Energien konsequent weiter gehen. Eine Förderung des Solarstroms weit oberhalb der tatsächlichen Kosten belastet jedoch den Verbraucher mit Kosten in Milliardenhöhe und vernichtet wertvolle Kaufkraft - statt der Umwelt zu nützen. Jeder Monat ohne Entscheidung kostet langfristig Milliarden. Die Bundesregierung sollte daher umgehend einen Kabinettbeschluss herbei führen, der klargestellt, dass Solarunternehmen nicht mehr auf den Fortbestand der Einspeisevergütungen in der gegenwärtigen Höhe vertrauen können. Für die Zukunft brauchen wir wieder Rahmenbedingungen, die stärker die Innovation bei der Erzeugung regenerativer Energie fördern und Anreize für deren Einbindung in intelligente Netze und virtuelle Kraftwerke setzen.
Mit den Betreibern der Kernenergieanlagen sollten so rasch wie möglich Gespräche über die Grundvoraussetzungen einer Laufzeitverlängerung aufgenommen werden. Nur so können wir Planungssicherheit für alle Akteure und Wettbewerber im Strommarkt herstellen. Erst auf der Grundlage einer erfolgreichen Vereinbarung können wesentliche Teile der Laufzeitgewinne durch die öffentliche Hand abgeschöpft werden. Dabei gilt die „goldene Regel“ aus dem Koalitionsvertrag: “Alle Einnahmen stehen grundsätzlich dem Gesamthaushalt zur Verfügung.“ Zeitverzug bei der Umsetzung dieses zentralen Programmpunktes führte dazu, dass sich Unsicherheiten bei allen Beteiligten anhäufen und als Investitionsbremse bei anderen Marktteilnehmern auswirken würden. Die Eckpunkte einer Laufzeitverlängerung sollten daher vor Verabschiedung des angekündigten Energiekonzepts bereits vorliegen.
Wie von der FDP seit Jahren gefordert, soll das Energiekonzept zu einem Herzstück unserer Energiepolitik werden. Dazu muss es mehr sein als ein weiteres zukunftsbezogenes Szenarienmodell. Vielmehr sollte es die verschiedenen energiepolitischen Zielsetzungen (Klimaschutz, Wettbewerb, Energieinfrastruktur, Elektromobilität etc.) so darstellen, dass daraus konkrete politische Handlungsoptionen ableitbar sind. Gegenwärtig kommt gesetzlichen Fördertatbeständen eine hohe Bedeutung für den Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu. Unseren marktwirtschaftlichen Kompass dürfen wir dennoch nicht verlieren. Staatliche Netzregulierung und mit Fördergesetzen geschaffene Märkte bleiben Übergangsformen auf dem Weg hin zu einem nachhaltigen Energiemarkt, der ohne ständige staatliche Intervention funktioniert

Liberale Senioren Hessen begrüßen die Einlassungen der Bundesfamilienministerin Kristina Köhler.

Bundesfamilienministerin Köhler empfing Vertreter des BAGSO-Vorstands unter dem Vorsitz von Ursula Lehr

Nur sechs Wochen nach ihrer Ernennung empfing Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Köhler die BAGSO-Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Lehr, die das Ministeramt von 1988 bis 1991 innehatte. Damit zeigte die neue Ministerin, welchen Stellenwert sie dem Thema „Ältere Menschen“ und dem Altern als Prozess auch innerhalb ihres Ressorts geben möchte.

Die Seniorenpolitik werde ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Amtszeit, so Kristina Köhler. Sie kündigte an, dass sie sich u. a. für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen werde. Es müssten Arbeitszeitmodelle entwickelt werden, „die mehr möglich machen“. Auch bei der Entwicklung von Strategien zur Umsetzung der Empfehlungen des im Herbst erscheinenden 6. Altenberichts suche das Ministerium einen intensiven Austausch mit der BAGSO und ihren 101 Mitgliedsverbänden, in denen rund 13 Mio. ältere Menschen organisiert sind.

Ursula Lehr wies darauf hin, dass sich die BAGSO stärker als bisher im Bereich der Patientenvertretung engagieren möchte. Die Ministerin begrüßte dies und sagte die Unterstützung ihres Hauses zu. Darüber hinaus wolle sie darauf hinwirken, dass bei Untersuchungen im Gesundheitsbereich, aber auch in anderen Themenfeldern die Altersgruppe 60plus differenzierter betrachtet werde. Aufgeschlossen war sie ebenfalls gegenüber Fragen eines seniorengerechten Wohnens und Wohnumfelds („age friendly city“).

Weitere Inhalte des Gesprächs, an dem auch die Staatssekretäre Dr. Hermann Kues und Josef Hecken sowie Ministerialdirektor Dieter Hackler als zuständiger Abteilungsleiter teilnahmen, waren die Durchsetzung des Grundsatzes „Reha vor Pflege“ sowie die Einbeziehung der Seniorenorganisationen in die Vorbereitung und Durchführung der Europäischen Jahre zum freiwilligen Engagement (2011) sowie zum aktiven Alter und zur intergenerationellen Solidarität (2012).

 
 
e-mail: Kontakt@liberale-senioren-hessen.de     letzte Änderung am 30.01.2012