

Drei deutsche Unternehmen werden mit dem internationalen
Arbeitgeberpreis der AARP ausgezeichnet
Die AARP prämiert BMW, die Sick AG und die
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH für ihre innovative und
alternsgerechte Beschäftigungspolitik
Köln – Die US-amerikanische Seniorenorganisation AARP,
mit 40 Millionen Mitgliedern der größte Seniorenverband der Welt, die
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), das
Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund und das
Demographie Netzwerk e.V. (ddn) geben heute die insgesamt zehn Gewinner
des internationalen Arbeitgeberpreises der AARP bekannt.
In Deutschland erhalten BMW, die Sick AG und die Sozial-Holding der Stadt
Mönchengladbach GmbH die Auszeichnung.
„Der Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben
und richtet den Blick weltweit auf die Frage, wie ältere Beschäftigte
erfolgreich in das Erwerbsleben integriert und zum Wettbewerbsvorteil für
die Unternehmen werden können“, sagt Thomas C. Nelson, Geschäftsführer der
AARP. „Die innovativen Maßnahmen der prämierten Unternehmen zeigen bereits
heute, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen muss.“ Dr. Jürgen Pfister,
Vorstandsvorsitzender des ddn fügt hinzu: „Der Wettbewerb macht auf
erfolgreiche, unternehmerische Konzepte zur Bewältigung des
demographischen Wandels aufmerksam. Insofern fördert er die konstruktive
Auseinandersetzung mit dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung.“
„Es freut uns, dass die innovative und weitsichtige
Personalpolitik der drei deutschen Unternehmen nun sogar in Amerika
gewürdigt wird“, sagt Prof. Dr. Gerhard Naegele, Direktor des Instituts
für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund. „Wir fordern
auch andere deutsche Unternehmen auf, altersgerechte
Personalentwicklungskonzepte umzusetzen und im nächsten Jahr an dem
Wettbewerb teilzunehmen“, so der Appell des Geschäftsführers der BAGSO,
Dr. Guido Klumpp.“
Aus einem internationalen Bewerberpool hat die AARP
zehn Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen aufgrund ihrer
wegweisenden und vorbildlichen Personalpolitik ausgewählt.
·
Adecco Employment Services Limited (Adecco
Kanada), Toronto, Kanada Personaldienstleistungen, 436 Beschäftigte; 13%
50+
· BMW,
München, Deutschland Motor Vehicles Production,
71.596
Beschäftigte; 20% 50+
·
BT
Group plc, London, Großbritannien
Kommunikation, 103.524 Beschäftigte; 30% 50+
·
Centrica plc, Windsor, Großbritannien
Energiewirtschaft, 27.338 Beschäftigte; 14% 50+
·
Domestic & General Services Limited,
Nottingham, Großbritannien Versicherungen, 747 Beschäftigte; 9% 50+
·
Housing & Development Board, Singapur
Öffentliche Verwaltung, 4.949 Beschäftigte; 34% 50+
·
National Healthcare Group, Singapur
Gesundheitswesen, 9.819 Beschäftigte; 16% 50+
·
Royal
Plaza on Scotts, Singapur Hotelgewerbe,
393 Beschäftigte; 25% 50+
·
SICK
AG, Waldkirch, Deutschland
Sensortechnologie, 1.879 Beschäftigte; 17% 50+
·
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH,
Mönchengladbach, Deutschland
Gesundheitswesen, 740 Beschäftigte; 35% 50+
Bewerben konnten sich alle Unternehmen, die ihren
Hauptsitz nicht in den USA haben. Bei der Auswahl der Gewinner spielten
eine Reihe von Faktoren eine Rolle, so z. B. die Einstellungspolitik, die
Arbeitsplatzgestaltung, die Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen und zur
Weiterbildung, die Personalentwicklung, flexible Arbeitszeitmodelle, ein
gleitender Übergang in den Ruhestand, Gesundheitsförderung sowie
Maßnahmen, die auf die finanzielle Absicherung im Alter zielen.
Neben den drei deutschen Organisationen haben noch weitere
internationale Organisationen die Arbeit der AARP unterstützt: 50&Piú
(Italien); CARP (Kanada); Council for Third Age (Singapur), DaneAge
(Dänemark) und TAEN (Großbritannien).
Prämiert werden die drei deutschen Unternehmen am 23.
September 2009 in Köln auf dem IV. Know-how-Kongress, einer jährlich
stattfindenden Veranstaltung des ddn, bei der Experten aus Politik,
Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Entwicklungen und
Bewältigungsstrategien im Hinblick auf den demographischen Wandel
vorstellen.
Übergeben wird der Preis von Josh Collet, dem
Vizepräsidenten für internationale Angelegenheiten der AARP. Weitere
Informationen zum Kongress finden Sie unter
www.demographiekongress2009.de.
AARP The Magazine, die Mitgliederzeitschrift der AARP,
wird in ihrer kommenden Ausgabe (erscheint am 24. September 2009) über den
Preis und die Preisträger berichten. Der Artikel kann auf der
Internetseite
www.aarpthemagazine.org abgerufen
werden.
Für weitere Informationen zum internationalen
Arbeitgeberpreis der AARP sowie zur aktuellen Ausschreibung besuchen Sie
bitte die Internetseite
www.aarp.org/bestemployers.
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen
e.V. (BAGSO)
Die BAGSO, 1989 gegründet, ist die Lobby der Älteren in
Deutschland. Über die ihr angeschlossenen 100 Verbände vertritt sie die
Interessen von etwa 13 Millionen Seniorinnen und Senioren. Die BAGSO setzt
sich dafür ein, die Chancen des Alters zu nutzen, auch und gerade im
Arbeitsleben. Gefördert wird die Arbeit der BAGSO durch das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
www.bagso.de
nstitut für Gerontologie an der Technischen
Universität Dortmund
Das Institut für Gerontologie an der Technischen
Universität Dortmund bearbeitet nationale und internationale Forschungs-
und Beratungsprojekte im Bereich der Sozialen Gerontologie. Bereits seit
Mitte der 1990er Jahre gibt es am Institut den Bereich „Demographischer
Wandel und Arbeitswelt“, der sich schwerpunktmäßig mit der Frage der
Beschäftigungsförderung alternder Belegschaften auseinandersetzt. In einer
Vielzahl von Projekten hat das Institut dabei mit nationalen Partnern und
mit Partnern in ganz Europa, den USA, Canada, Asien und Australien
zusammengearbeitet.
www.ffg.uni-dortmund.de
Das Demographie Netzwerk e.V (ddn)
Das ddn ist ein Netzwerk von Unternehmen für Unternehmen,
die sich zusammengetan haben, um sich gemeinsam den Herausforderungen des
demographischen Wandels zu stellen. Gegründet wurde ddn im März 2006, auf
Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der
Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Mitglieder sind Unternehmen
aller Branchen und Größen, aber auch öffentliche Institutionen,
Wissenschaftler und Privatpersonen.
www.demographie-netzwerk.de
AARP
Die AARP ist eine gemeinnützige und unabhängige
Mitgliederorganisation, die Menschen ab einem Alter von 50 Jahren in ihrer
Unabhängigkeit sowie in ihrer Wahl- und Entscheidungsfreiheit unterstützt.
Hierbei steht sowohl das Wohl der älteren Menschen als auch das Wohl der
Gesellschaft insgesamt im Mittelpunkt. Die AARP unterstützt keine
Kandidaten für öffentliche Ämter und beteiligt sich nicht an politischen
Kampagnen. Von der AARP erscheint AARP The Magazine, das Sprachrohr der
über 50-jährigen Amerikanerinnen und Amerikaner und mit 33 Millionen
Lesern das auflagenstärkste Magazin der Welt; AARP Bulletin, die
Informationsquelle für die 40 Millionen AARP-Mitglieder und
Amerikanerinnen und Amerikaner über 50; AARP Segunda Juventud, die einzige
zweisprachige amerikanische Zeitschrift, die sich speziell an die
lateinamerikanische Gemeinschaft der über 50-Jährigen richtet sowie die
Internetseite
www.aarp.org. Die AARP-Stiftung ist
eine angegliederte Wohltätigkeitsorganisation, die mit Hilfe von Tausenden
von Ehrenamtlichen und Sponsoren bedürftige ältere Menschen unterstützt.
Die AARP ist in allen 50 Bundesstaaten, im District of Columbia, Puerto
Rico und den Amerikanischen Jungferninseln vertreten.

Liberale Senioren Hessen haben gewählt
Der neue und alte Vorsitzende der Liberalen Senioren Hessen ist Helmut
Witzel
Detlef Parr MdB aus NRW ist neuer Bundesvorsitzender der LIBERALEN
SENIOREN.
Ehrenamtliche Politik dient der Demokratie. Ihren Regeln geschuldet,
unterzogen sich die Mitglieder mit Erfolg einem Wahlmarathon auf Orts-,
Landes- und Bundesebene.
So
bestellte die FDP Gießen den Kreistagsabgeordneten Helmut Witzel weiterhin
zum Seniorenbeauftragten, die Landesmitgliederversammlung in Wiesbaden
wählte Ihn erneut für weitere zwei Jahre zum Landesvorsitzenden der
liberalen Senioren Hessen.
Die Bundeslegiertenversammlung in Darmstadt wählte ihn in den LiS -
Bundesvorstand.
Auf Landesebene Hessen wählte die Mitgliederversammlung den bisherigen
Stellvertreter, den FDP Stadtverordneten Karl Heinrich Träbing (
Schwalbach ) sowie die bisherige Beisitzerin Marga Doris Zoller ( Linden )
zur Stellvertreterin.
Wiedergewählt wurde der bisherige Schriftführer Helmut Lind ( Oberursel )
und die Schatzmeisterin Annemarie Ramm ( Königstein )
Beisitzer bleiben der FDP Fraktionsvorsitzende Martin Holzfuß ( Butzbach )
Dr. Fritz Fiedler(Gießen) Hans Heinrich Jäger ( Bad Hersfeld ) und neu,
Wolf Alzuhn (Laubach)
Dem Landesvorstand stehen weiterhin beratend zur Seite, Dr. Gisela Babel
(Marburg) und Dr. Dieter Hondelmann ( Friederichsdorf )
Die Landesmitgliederversammlung der Liberalen Senioren Hessen konnte auf
Einladung der FDP Landtagsfraktion in der Nassauschen Residenz, heute
Hessischer Landtag, erfolgen.
Der Landtagsabgeordnete Rene Rock hieß die Anwesenden herzlich willkommen
und führte Sie mit sachkundiger Hilfe durch die Residenz mit Blick auf die
Geschichte des Hauses und der des Landes Hessen. Auch der gerade erfolgte
Umbau des Sitzungssaals des Parlaments zeigte sich positiv gestaltet,
offen und effektiv.
Nach der Mittagspause begrüßte der Vorsitzende Herrn Rene Rock MdL als
Gastgeber und Gastredner, Mitglieder und Gäste, sowie das zukünftige
Ehrenmitglied der Liberalen Senioren Hessen, Dr. Dieter Hondelmann.

Pflege im Umbruch,
Rene Rock unterzog sich der Vielfältigkeit und Irritation der derzeitigen
und erstrecht der zukünftigen Pflegesituation mit hohem Sachverstand.
Pflege – Weiterentwicklungsgesetz, Beitragsgesetz, Pflegestützpunkte,
Entbürokratisierung, Pflegeurlaub, Mindestlohn in der Pflege und all dies
ohne qualitativen und monetären Blick auf die negative
Bevölkerungsentwicklung, so die heutige Lage.
Eine Bewertung im Einzelnen konnte die Versammlung nicht vornehme. Sicher
ist aber, dass ein Umsteuern notwendig ist, eine Aufgabe der sich
liberale stellen werden.
Die
anschließende Antragsberatung beinhaltete Themen:
Seniorenbeiräte in die HKO bzw., HGO, Gesundheitskarte in der BRD und
Europa, Datenbanken von Immobilien und Leitlinien zu einer neuen
kommunalen Seniorenpolitik.
Ein
Satzungsänderungsantrag des Vorstandes der Liberalen Senioren Hessen wurde
einstimmig angenommen,
Der §2 der Satzung vom 02. Juni 2007 wird gestrichen und ersetzt durch
folgenden Text:
§2 Zweck und Aufgaben
(1) Zweck des Verbandes der Liberalen Senioren ist es, sich um
ältere
Bürger in
Deutschland zu kümmern.
Wir wollen im Geist liberaler Tradition die Lebensumstände und
die
berechtigten
Interessen der älteren Bürger in der Öffentlichkeit
wahrnehmbar machen
und dafür eintreten, daß sie in politischen
Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden.
Gleichzeitig unterstützen wir die Mitarbeit älterer Bürger in
der
Gesellschaft und
begrüßen ihr Mitwirken in der Politik und Kultur.
Für den Verband ist das Prinzip der Nachhaltigkeit bindend,
daß Generationen füreinander eintreten und daß keine
Generation auf
Kosten der nachfolgenden lebt.
Die Versammlung stellt sich diesem Anspruch, insbesondere dann, wenn er
bewusst mißbräuchlich angewandt wird.
05.08.2009
H.Witzel

Offener Brief
Die neue Ehrenbürgerin der Stadt
Königstein im Taunus ist eine von uns
Giessen, den 24.07.09
Liebe, sehr verehrte Frau Ramm
Nach
dem wir an Ihrem 90. Geburtstag und an Ihre Verleihung der
Ehrenbürgerwürde der Stadt Königstein im Taunus teilnehmen durften –
möchte ich Ihnen auch im Namen des Vorstandes der liberalen Senioren
Hessen, unsere Glückwünsche aussprechen.
Unsere erste Begegnung in der FDP Geschäftsstelle im Februar 1997 wird mir
immer in Erinnerung bleiben. Unser Ziel war damals, in Anlehnung an die
Bundessenioren - Kommission der FDP, ein strategisches und inhaltliches
Konzept für die zukünftige Arbeit der liberalen Senioren Hessen zu
erarbeiten.
Wir
trafen und verstanden uns. Sie, Frau Dehmer – Blohm, Herr Dr, Hondelmann,
und Herr Rupp. Bereits zu Anfang stellte sich die Frage, wie können wir
unser zukünftiges Papier unter die Leute bringen und wie finanzieren wir
es?
Ohne lange Überlegung boten Sie und Herr Rupp finanzielle Hilfe an, die
uns ermöglichte, rechtzeitig zu anstehenden Wahlen unser 11 - Punkte -
Programm einer liberalen Seniorenpolitik, mit dem Untertitel,
Selbstbestimmung hat Vorrang vor Betreuung, veröffentlichen konnten.
Zurückblickend auf Ihren gestrigen Geburtstag und der Auflistung der
Ehrungen, die Ihnen für Ihre Lebensleistung entgegengebracht wurden, muß
ich sagen, daß mir all dies in Gänze nicht bekannt war und umso mehr für
Sie spricht.
So
können wir nur unseren Dank für Ihre 12 jährige engagierte Amtsführung in
unserem LiS - Landesverband aussprechen.
Wir sind aber auf Sie auch stolz und haben vielen anderen eins voraus,
12 Jahre, Monat für Monat, hatten und werden wir jeden Monat mit Ihnen
einen Date haben.
Bleiben Sie, liebe Frau Ramm, gesund und.......wie immer!
In
aller Hochachtung
Ihr


Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen stellt fest:
Rentner in Ost und West lassen sich
nicht gegen einander ausspielen
Gegenüberstellung der Rentenbezüge ist und bleibt Halbwahrheit
Erst „beuten die Alten
die Jungen aus“. Nun sind es die Rentnerinnen und Rentner in
Ostdeutschland, die angeblich „mehr Rente“ bekommen als die im Westen der
Republik. „Das schlichte Gegenüberstellen der Einkünfte aus der
Gesetzlichen Rentenversicherung ist und bleibt eine Halbwahrheit“, so der
BAGSO- Vorsitzende, ehemalige Bundestagsabgeordnete und langjährige
Vorsitzende der Enquêtekommission „Demographischer Wandel“ des Deutschen
Bundestages, Walter Link. „Die Rentnerinnen und Rentner in den alten und
neuen Ländern lassen sich nicht gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil:
Vom 8. bis 10. Juni 2009 werden beim 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig
ältere Menschen aus Ost und West zusammentreffen und gemeinsame Lösungen
zu den anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen formulieren.“
In der Ausgabe der
Bild-Zeitung vom heutigen Tag (18.3.2009) werden zwei Rentnerpaare
verglichen: Das Ehepaar G. aus Halle (Sachsen-Anhalt) erhält zusammen
1.872 Euro aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, das Ehepaar K. aus dem
nordrhein-westfälischen Bönen 1.370 Euro. Nur zwischen den Zeilen wird
deutlich, dass das Ehepaar K. mietfrei im eigenen Haus wohnt, das Ehepaar
G. in einer 53 qm großen Mietwohnung.
Tatsache ist, dass der
aktuelle Rentenwert Ost weiterhin 12 % niedriger liegt als der
Rentenwert West. Das Ehepaar G. (Halle) würde also bei gleicher
Arbeitsbiografie im Westen rund 2.100 Euro bekommen, das Ehepaar K. (Bönen)
im Osten nur etwa 1.200 Euro.
Richtig ist, dass die
Rentenzahlungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung im Osten höher
sind als im Westen. Bei den Frauen ist das auf die im Durchschnitt
längeren Erwerbsbiografien zurückzuführen; im Westen ist ein
Rentenanspruch von 180 Euro (wie bei Frau K. aus Bönen) keine Seltenheit.
Bei den Männern liegt es
vor allem daran, dass zu den Ost-Rentnern viele Akademiker wie Ärzte oder
Rechtsanwälte zählen; im Westen erhalten diese Berufsgruppen in der Regel
keine Leistungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, sondern aus
speziellen Versorgungswerken.
Betont werden muss auch,
dass 90 % der Seniorinnen und Senioren in Ostdeutschland ihre
Alterseinkünfte ausschließlich aus der Gesetzlichen Rentenversicherung
beziehen. In Westdeutschland erhalten viele Rentnerinnen und Rentner
zusätzlich Betriebsrenten und deutlich mehr ältere Menschen in
Westdeutschland wohnen mietfrei im Eigentum als in den neuen
Bundesländern.

Sehr geehrte Damen und
Herren,
liebe Mitglieder und Freunde,
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches 2009.
Mit Stolz konnten wir
lesen und erleben, dass die FDP unseren stellvertretenden Vorsitzenden Dr.
Dieter Hondelmann für 40 und unser Vorstandsmitglied Martin Holzfuß für 60
jährige FDP Mitgliedschaft mit Dank und Anerkennung für Ihr langjähriges
Engagement geehrt hat.
In der Hoffnung, dass
Sie alle ein ruhiges und friedliches Weihnachten erleben konnten, habe ich
bewusst auf den üblichen Weihnachtsbrief verzichtet, zumal Sie diesen
von unserem Bundesvorsitzenden Bahner pünktlich erhalten haben.
Rückblickend hätte ich
den 2007 er Brief erneut auflegen können, denn erfolgreich für die FDP
war 2008 schon, für das Land Hessen eher ein verlorenes Jahr.
In Wiederholung, wir sind gerüstet für die erneute Landtagswahl. Unser
Senioren - Programm steht insgesamt unverändert zur Abstimmung. In der
Hoffnung, daß das bürgerliche Lager aufgewacht ist und zur Wahl geht.
Diese Woche ist entscheidend, denn 40% sind noch nicht festgelegt.
Rückblick
Der Tanz um das goldene Kalb und parallel die unsägliche Armutsdiskussion
hat einen gemeinsamen Nenner: Anspruchsdenken ohne Grenzen.
Wir erinnern uns, schon Ludwig Ehrhard predigte „ Maßhalten“. Die Soziale
Marktwirtschaft war damals schon gefährdet durch höhere Ausgaben als die
erwirtschaftenden Einnahmen. Es wurden bis heute im Durchschnitt ständige
Steigerungen akzeptiert, wie jede Statistik aufzeigt.
Der Keynesionismus
feiert neue Urstände und wird beflügelt aus der Banken- und
Wirtschaftskrise, deren Folgen und Gegenmaßnahmen. Nachhaltiger
Schuldenrückbau ist zwingend vorgegeben, wurde aber nie realisiert. (
Internes BFA Papier)
Der unregulierte Staat
ist erwiesen schwach, beschäftigt sich mit klein-klein zu Lasten der
freien Entscheidung des Bürgers. Der starke Staat beschränkt sich auf das
Wesentliche.
Leider müssen wir
ständig das Gegenteil erdulden. Nicht nur in Deutschland und Europa,
sondern auch global.
Wir liberale Senioren haben all dies erlebt und müssen uns melden. Vor der
Europa-Wahl am 07.06, und Bundestagswahl am 27.09.2009.
Wir sind die
bekennenden Neoliberale und Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft !
( Siehe Anhang. Ordnungspolitischer Einspruch)
Alte Themen müssen wir
erneut aus unseren Archiven holen und aufarbeiten.
Rente, deren Zustand
und Logik.
Sie ist nicht renovierbar und kann auch nicht abgeschafft werden. Empfehle
den Rückblick: Die Gesundbeter, Gisela Babel, ISBN 3-89665-212-5
Bin mit Dr. Babel einig, dass zwischen Rente und Grundsicherung ein
Abstand entsprechend dem Lohnabstandsgebot gefordert werden muß.
Gesundheitspolitik:
Sozialwahlen, Risikostrukturausgleich, Kalkulation der Krankenkassen,
Patientenkarte, Patientenverfügung mit Beachtung des Patientenwillens,
Kopfpauschale.
Pflegenotstand im privaten Bereich und in Heimen.
( Siehe Anhang. Absurd)
ÖKO Euphorie bis zur
indirekten Enteignung.
Nur die Betrachtung des Bereichs der Energie macht den missionarischen
Eifer deutlich. Jedwede Gesamtbetrachtung ( Ökobilanz und
Wirtschaftlichkeit ) wird unterdrückt zugunsten des politischen Willens.
Gesetzliche Vorschriften bis in die Gemeinden nehmen keinerlei Rücksicht
auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten der älteren Bürger. ( Marburg )
Technisches Wissen wird negiert.
( Siehe
Rot-Grün-Rot in Hessen)
Erinnerungskultur
Die Jahrgänge vor 1937, die sich noch erinnern, sind aufgerufen, ihr
persönliches Erleben aus Ost und West mitzuteilen. Es kann nicht sein,
dass 68ger sich mit schlechten Zeiten schmücken und so tun, als wenn Sie
dabei gewesen währen. Besonders in Schulen ist die NS – und DDR Diktatur
aufzuarbeiten.
Sozialverbände bis zu
Wohnbaugesellschaften,
insbesondre die auf kommunaler Ebene, wachsen zu Monopolen unter dem GmbH
Schirm. Ist dies so gewollt? – Beurteilung können Sie nur vor Ort.
Senioren Beiräte
bleiben auf unsere Agenda.
Liebe Mitglieder und
Freunde,
Themen liegen genügend
auf der Straße, die Priorität sollten Sie bestimmen. In diesem Jahr werden
wir unseren LiS Hessen Vorstand neu wählen. Altersbedingt ist mit
verständlichen Rücktritten zu rechnen. Verjüngung ist angesagt.
Bitte melden Sie sich.
Ihre Mitarbeit ist
unverzichtbar.
In der Hoffnung auf
eine bürgerliche Mehrheit
Mit liberalen Grüßen
Ihr
Helmut Witzel
Landesvorsitzender
der liberalen Senioren Hessen

Mehr Sicherheit und
Qualität in der medizinischen Versorgung
Die Liberalen Senioren
Hessen setzen sich für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung ein.
Nach der heutigen
Gesetzeslage bestehen erhebliche Risiken für einen Patienten, der
-
in einem Unfall zu
Schaden kommt,
-
im Ausland plötzlich
erkrankt,
-
vor einem
Arztwechsel steht,
-
ins Krankenhaus
muss.
In all diesen Fällen
kann über die richtige, angemessene Versorgung nur dann entschieden
werden, wenn zuverlässige Informationen über den Patienten aktuell
verfügbar sind. Der Patient selbst ist häufig überfordert, Auskunft zu
geben, welche Vorerkrankungen er hatte, welche medizinische Behandlung auf
Grund welcher Diagnose er erfahren und welche Komplikationen er
durchgemacht hat.
Außerdem entstehen
durch mangelnde Transparenz sowohl bei Leistungsträgern als auch
Versicherten vermeidbare Kosten, die das Gesundheitswesen unnötig
verteuern, z. B. durch
-
Mehrfachleistungen
(unnötige doppelte Röntgenaufnahmen, mehrfache Verordnung von
Medikamenten),
-
ungenügende Qualität
der Dokumentation von Diagnosen und Behandlungen,
-
Missbrauch durch
Betrug mit den heutigen Gesundheitskarten,
-
Unkenntnis des
Versicherten über die Abrechnung der Leistungserbringer
Falsche Behandlungen
und unnötige Doppeluntersuchungen gehen oft auf Mängel der genauen
fachlichen Dokumentation zurück. Den Leistungserbringern ist es kaum
möglich, die Identität des Karteninhabers zu prüfen. Der Versicherte der
gesetzlichen Krankenversicherung erhält – anders als der privat
Versicherte – keine Übersicht über die erbrachten und abgerechneten
Leistungen.
Moderne Methoden der
Informationsspeicherung versprechen hier Abhilfe. Einige wichtige
Gesundheits-Schlüsseldaten des Versicherten werden auf einer Karte
gespeichert. Sie können bei Bedarf von den Leistungsträgern von dort
abgerufen und alle anderen Informationen können mit Zustimmung und unter
Mitwirkung des Versicherten Teil seiner elektronischen Patientenakte
werden.
Für die Liberalen
Senioren sind bei dieser Technik zwei Sicherheitsvorkehrungen unabdingbar:
Erstens: Der Patient
muss jederzeit Herr über seine Daten bleiben, d.h. er allein muss
entscheiden können, welche Informationen über seinen Gesundheitszustand
aufgenommen werden und welche nicht
Zweitens: Der Zugriff
auf seine elektronisch gespeicherte Patientenakte kann nur mit seiner
Zustimmung und Mitwirkung erfolgen und die Daten müssen programmtechnisch
absolut gegen Zugriffe Unbefugter gesichert werden..
Vorbehalte gegen diese Technik verschweigen den Zuwachs an Sicherheit für
die Patienten und die Verringerung der Bürokratiekosten. Die Liberalen
Senioren Hessen wehren sich gegen Angst- und Panikmache bei dem Thema der
Gesundheitskarte und werben für diese Neuerung als ein Beitrag zu mehr
Sicherheit in der medizinischen Versorgung.

Erklärung zum Tag der älteren Generation am 1.10.2008
„Senioren auf Listenplätze zur Bundestagswahl 2009“
„Die Liberalen
Senioren fordern alle Parteien auf, bei den jetzt anstehenden
Listenaufstellungen zur Bundestagswahl und zur Europawahl im Jahre 2009
Personen zu wählen, die sich entschieden für Seniorenpolitik einsetzen“,
erklärt Helmut Witzel, Landesvorsitzender der Liberalen Senioren Hessen.
Der Bundesvorsitzende Bertold Bahner fügt hinzu: „ Das ist insbesondere
ein Appell an die FDP. Er gilt auch für die kommenden Kommunal- und
Landtagswahlen.
Der demographische Wandel sei eine der größten Herausforderungen in diesem
Jahrhundert. Um diese politische Querschnittsaufgabe zu bewältigen,
braucht Deutschland das entsprechende politische Personal. Kriterien dafür
seien entweder nachweisliche Kompetenz und nachgewiesenes Engagement für
Seniorenpolitik oder lange Berufserfahrung und Lebenserfahrung. Am besten
beides.
„Wer wäre besser dafür
geeignet als ältere Menschen?“, fragt Bahner und Witzel. „So, wie
vorausschauende Unternehmen heute schon eine langfristige Personalpolitik
entwickeln, die eine veränderte Alterstruktur unserer Gesellschaft auf dem
Arbeitsmarkt berücksichtigt und damit mehr Menschen über 50 Jahren eine
Chance gibt, so brauchen wir eine politische Personalstrategie, um die
Folgen des demographischen Wandels zu bewältigen.“
In England, Frankreich
und den USA sei der Anteil älterer Abgeordneter deutlich höher als in
Deutschland. In England sind knapp 22% über 60 Jahre, in Frankreich 31% 60
Jahre und älter, in den USA fast 53% 58 Jahre und älter. Im Bundestag
seien nur knapp 14% 63 Jahre und älter. Anscheinend werde Lebenserfahrung
in den drei ältesten modernen Demokratien der Welt höher bewertet als in
Deutschland.
Es sei höchste Zeit,
die immer noch bestehenden Vorurteile gegen das Alter Stück für Stück
abzuräumen, auch bei der Besetzung von Positionen in den Parteien. Dieser
Appell richte sich nicht gegen die Generation von Jungpolitikern. Der
demographische Wandel dürfe nicht in einen Krieg der Generationen münden.
Vielmehr sei Zusammenarbeit und Zusammenhalt von Jung und Alt das Gebot
der Stunde, vor allem in der Politik.
Also kein Verdrängungswettbewerb um Listenplätze zwischen den
Generationen, sondern ein natürlicher Übergang bei Wahrung von
Kontinuität.
„Alter ist kulturelles
Kapital“, zitiert Bahner den französischen Soziologen Bourdieu,
„Jetzt kommt es darauf an, dieses Kapital auch in der Politik zu nutzen.“

Ein Kontra der Armutshysterie
Der Armutsbericht der
Bundesregierung zeigt eine überwiegend positive Bilanz trotz der Daten von
2005, also vor der verbesserten Arbeitsmarktlage.
Eine Bilanz, die in ihren positiven Aspekten bewusst nicht thematisiert
wird.
Im Gegenteil, sie wird verdrängt von denen, die ihre linken Süppchen
kochen und dank einer teils sympathisierenden Presse noch unterstützt
werden.
Hierzu schrieb vor Wochen ein Redakteur: Die Bundesrepublik ist auf der
Suche nach der Armut.
Durch eine immer obskurere Darstellung, so Helmut Witzel, erzeugt man
bewusst eine Angst vor dem so genannten Armutsrisiko.
Allein die Definition der Armut kann nicht richtig sein, wenn nach jeder
Lohnerhöhung die Armut steigt.
Es ist höchste Zeit, die Gründe der Angst zu benennen und zu bekämpfen,
sonst gleiten wir tatsächlich in ein gravierendes Risiko.
Mehr zu lesen unter
Denkfabrik:

Denkfabrik
Gravierendes Risiko
In
unserer Wohlstandsgesellschaft wandelt sich das Verständnis von Armut.
Damit steigt auch die Angst vor dem eigenen sozialen Abstieg, sagt Renate
Köcher.
Über den
Armutsbericht, den die Bundesregierung jüngst vorgelegt hat, ist viel
geschrieben rund diskutiert worden. In der hitzigen Debatte, wie viel
Armut es in Deutschland gibt, ging nahezu unter, dass der Bericht
insgesamt zu einer überwiegend positiven Bilanz kommt. Danach hat sich das
Armutsrisiko in den vergangenen zehn Jahren trotz wachsender sozialer
Unterschiede praktisch halbiert; noch stärker verringerte sich das
Armutsrisiko für Kinder. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland
heute nach Dänemark und Schweden zu den Ländern mit dem geringsten
Armutsrisiko.
Als Armutsrisiko gilt
dabei ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in
einem Land. Die Folgen des Aufschwungs der vergangenen Jahre und der stark
gesunkenen Arbeitslosigkeit sind in dem Bericht noch nicht einmal
ausreichend berücksichtigt, da er in wesentlichen Teilen mit: Daten von
2005 arbeitet.
Die Einschätzung der
Bevölkerung ist eine gänzlich andere. Zwar kennen 62 Prozent niemanden,
den sie als arm bezeichnen würden. 15 Prozent kennen zumindest einen
Haushalt, 16 Prozent mehrere Familien, die nach ihrem Eindruck arm sind.
Trotzdem ist die überwältigende Mehrheit überzeugt, dass Armut in
Deutschland nicht nur ein großes Problem ist ‑ sondern immer mehr zunimmt.
Konstant glauben seit Jahren 82 Prozent der Bevölkerung, dass es mehr
Bedürftige gibt, um elf Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.
Dies hat mehrere
Gründe.
In der Berichterstattung und Diskussion über Armut dominieren
Negativfaktoren bei Weitem
Auch in den
Verlautbarungen der verschiedenen Bundesministerien fällt eine völlig
unterschiedliche Fokussierung und Interpretation auf. In der
Berichterstattung der Medien, wurde teilweise der Kreis Armen drastisch
erweitert, indem alle Personen zum Kreis der Armen gezählt werden, die
ohne staatlichen Transferzahlungen „ arm währen „; zum anderen liegt der
Fokus der Berichterstattung häufig auf den wachsenden sozialen
Unterschieden statt auf der Reduktion des Armutsrisikos.
Dies ist jedoch nicht: der einzige Grund für das abweichende Urteil der
Bürger. In den Jahren der Wachsturmschwäche, in denen gleichzeitig mehrere
Sozialreformen durchgeführt wurden, hat sich der Eindruck verfestigt das
sich die materielle Situation der Masse der Bevölkerung mittel und
langfristig nur verschlechtern kann.
Daran haben auch die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und
steigende Löhne und Gehälter bisher wenig geändert, da Steuerprogression
und Inflation die Entwicklungszuwächse auffressen oder gar
überkompensieren. Die Preisentwicklung bei Energie und Lebensmitteln führt
seit zwei Jahren den Sorgenkatalog der Bevölkerring an und verstärkt bis
weit in die Mittelschicht hinein Ängste vor dem Abstieg. Gerade für untere
Einkommensschichten bedeutet eine längerfristige Preissteigerungswelle ein
gravierendes Risiko: Zwei Drittel derjenigen, die sich der Unterschicht
zurechnen, fürchten derzeit, in größere finanzielle Schwierigkeiten zu
geraten.
Auch die
gesellschaftliche Definition von Armut verändert sich kontinuierlich.
Schon die Orientierung am mittleren Einkommen bedeutet zwangsläufig, dass
sich der Kreis, der als arm eingestuft wird, mit dem gesellschaftlichen
Einkommen verändert. Die Frage ist, ob Armutsrisiko nicht besser über
einen festen Betrag definiert werden sollte, der an den notwendigen
Ausgaben für die Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums
ansetzt.
Auch dieses Verfahren
wäre freilich nicht ohne Probleme, da die Vorstellungen von einem solchen
Existenzminimum differieren und sich verändern.
Wie stark das
Verständnis einer Wohlstandsgesellschaft von Armut im Fluss ist, zeigen
diese Zahlen: Mitte der Neuenziger Jahre definierte die Mehrheit der
Bürger Armut als kontinuierliche Abhängigkeit von der Unterstützung
anderer. 40 Prozent stuften jemanden als arm ein, der seinen
Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann und ständig auf Hilfe
angewiesen ist; 23 Prozent zogen den Kreis enger und definierten Armut
über Obdachlosigkeit. Diese eng gefassten Interpretationen sind
mittlerweile eine Minderheitenposition. Heute gilt in der Bevölkerung
bereits als arm, wer ernsthafte Schwierigkeiten hat, den Lebensunterhalt
zu bestreiten und einem ständigen Zwang zu Einschränkungen unterliegt (43
Prozent); 17 Prozent zählen alle zum Kreis der Bedürftigen, die nach
Bestreiten des Lebensunterhalts nur noch geringe finanzielle Spielräume
haben.
So schwer es ist, sich
auf eine Definition von Armut zu verständigen, so breit ist der Konsens in
der Bevölkerung über die Gegenstrategie ‑ dass sich der Staat auf die
Unterstützung armer Familien mit Kindern konzentrieren und dabei vorrangig
in den Ausbau der Kinderbetreuung und die Bildung der Kinder investieren
sollte.
Renate Köcher
ist Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach und Mitglied
des Aufsichtsrates mehrerer Dax ‑ Unternehmen,
Angst vor dem Absturz ?
machen Sie sich manchmal Sorgen dass Sie in größere finanzielle
Schwierigkeiten geraten könnten?
Ihre
Meinung? wiwo.de/konjunktur

LIBERALE
SENIOREN für Gesetz zur Patientenverfügung
-
offener Brief an alle FDP-Bundestagsabgeordnete -
Zur Beratung im
Bundestag über das Gesetz zur Patientenverfügung.
Mitglieder des Landesvorstandes der LIBERALEN SENIOREN HESSEN haben der
FDP-Fraktion im Bundestag nachfolgende Entschließung übermittelt:
*
Die LIBERALEN
SENIOREN begrüßen grundsätzlich eine gesetzliche Regelung der
Patientenverfügung, um mehr Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu
gewährleisten.
*
Die LIBERALEN
SENIOREN sind der Überzeugung, dass für ein solches Gesetz jeder
Abgeordnete seine Stimme - frei von Fraktionsdisziplin nach seiner
persönlichen Gewissensentscheidung abgibt.
*
Die LIBERALEN
SENIOREN werben dafür, bei den Abstimmungen im Bundestag dem Gruppenantrag
(Stünker-SPD, Kauch-FDP) zu folgen, der den Grundsätzen der LIBERALEN
SENIOREN für eine Selbstbestimmung des mündigen Bürgers am besten gerecht
wird.
*
Die LIBERALEN
SENIOREN fordern, dass die Palliativ-Medizin ausgebaut und gestärkt wird.
*
Die LIBERALEN
SENIOREN werden die Diskussion zur aktiven Sterbehilfe weiter verfolgen


Mitgliederversammlung Liberale Senioren Hessen
verabschiedet am
26. April 2008 in
Oberursel
Resolution
AN DIE HESSISCHEN FDP
BUNDESTAGS ABGEORDNETEN
Millionen Rentnerinnen und Rentner machen sich Sorgen um die
Zukunft. Steigende Preise und Lebenshaltungskosten, gestiegene
Mehrwertsteuer und Abgaben haben in den letzten Jahren die
Rentensteigerungen (oder Nullrunden) längst um ein Mehrfaches überstiegen.
Der Vorsitzende der Enquête - Kommission Demographischer Wandel, Walter
Link (MdB a.D.), sieht die Notwendigkeit der Reform der sozialen
Sicherungssysteme. „Die heutigen Renterinnen und Rentner leben nicht nach
dem Motto: ‚Nach uns die Sintflut’. Sie sorgen sich um die Zukunft ihrer
Kinder, Enkel und Urenkel.“
Einen Keil zwischen
die Generationen zu treiben und davon zu sprechen, dass die Älteren in
einer sich entwickelnden „Rentner-Demokratie“ die Jüngeren ausplündern
könnten, sei nicht zu verantworten. „Wir brauchen die Solidarität und den
Dialog zwischen den Generationen. Nur so können wir die vielen anstehenden
Probleme lösen und für die heutigen und künftigen Renterinnen und Rentner
tragfähige Lösungen finden.
Die Liberale Senioren
Hessen begrüßen
- die ablehnende
Stellungnahme der FDP zu den Themen Verlängerung
von Arbeitslosengeld 1 und Rentenerhöhungen außerhalb
der Rentenformel.
- den Reform-Appell
unseres Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler.
Die Liberalen Senioren
Hessen lehnen alle Vorschläge der Herren Rüttgers und Schreiber ab, die
letztlich - innerhalb der Rentenformel - Wahlgeschenke verteilen wollen.
Wir, die Betroffenen,
fordern eine Rücknahme
- der Verdoppelung des Beitrages zur Pflegeversicherung.
- der Krankenkassenbeiträge der Versicherten auf Betriebsrenten u.
Lebensversicherungen.
- der Mehrwertsteuererhöhung auf Medikamente und Hilfsmittel.
- der politisch verursachten Preissteigerungen auf Energie.
- der unter „Klimaschutz“ geforderten Enteignungsfantasien des Herrn
Gabriel.
Sowie die Erhöhung des
Schonvermögens der Betroffenen von Arbeitslosengeld 2.
Liberale Senioren
Hessen suchen das Gespräch mit den Jungen Liberalen Hessen.
Wenn die Älteren sich über eine Jahrgangsbilanz der Generationenbilanz
nähern, wird die Einsicht aller in qualitativ solide Diskussionen münden.

Mindestlöhne
Versenkt die Debatte um den Mindestlohn umgehend in die Kiste des
Populismus
Fordern Liberale
Senioren Hessen, denn Sie haben in ihren Betrieben und Büros über eine oft
45 jährige Tätigkeit erfahren, dass ausufernde Steuern und Abgaben der
Politik sowie die überzogenen Tariferhöhungen der Gewerkschaften besonders
denen im Niedriglohnbereich keinen Nutzen brachten, sondern den
Arbeitsplatzabbau nur beschleunigt und die Anforderungen erhöht hat.
Liberale Senioren begrüßen die Haltung der FDP.
Die FDP lehnt Mindestlöhne ab. Mindestlöhne
zerstören Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich. Dies gilt für alle Arten
von Mindestlöhnen, die derzeit politisch diskutiert werden:
Ein gesetzlicher
Mindestlohn legt ein allgemeines Mindestlohnniveau fest, das nirgends
unterschritten werden darf. Liegt der Mindestlohn zu hoch, d. h. über dem
Marktlohn, sorgt er für zusätzliche Arbeitslosigkeit. Liegt er
darunter, ist er für den Arbeitsmarkt zunächst unschädlich. Es besteht
selbst dann aber immer die Gefahr, dass politischer Druck längerfristig
für eine Anhebung über das Gleichgewichtsniveau sorgt. In jedem Fall ist
der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland völlig systemfremd, denn
hierzulande gibt es - anders als in den Vereinigten Staaten oder
Großbritannien – im Rahmen der Tarifautonomie Tarifverträge und
ortsübliche Vergleichslöhne mit weiter Verbreitung.
Allgemeinverbindliche
tarifliche Mindestlöhne legen ein Mindestlohnniveau für eine
Wirtschaftsbranche fest, unabhängig davon, ob der jeweilige Arbeitgeber
tarifgebunden ist oder nicht. Dies kann über eine Erklärung der
Allgemeinverbindlichkeit oder durch Ausweitung des Entsendegesetzes (u.
ä.) geschehen. Die Erklärung ist rechtlich nur zulässig, wenn die strikten
Anforderungen des Tarifvertragsgesetzes von 1949 an den Organisationsgrad
von Arbeitgebern und Arbeitsnehmern der Branche bzw. an das öffentliche
Interesse erfüllt sind. Wirtschaftlich zerstört die
Allgemeinverbindlichkeit die Außenseiterkonkurrenz. Sie ist somit ein
schwerer Eingriff in das Grundrecht auf negative Koalitionsfreiheit. Sie
muss deshalb die seltene Ausnahme bleiben. Würde sie zum Regelfall, wie
vor allem von der SPD gefordert, wäre dies ein Frontalangriff auf das
Wettbewerbsprinzip einer Sozialen Marktwirtschaft. Für die FDP sind
Forderungen und Versuche dieser Art inakzeptabel.
Sittenwidrige Löhne
sind schon heute rechtswidrig, wie alle sittenwidrigen Arbeits- und
Vertragsbedingungen. Allerdings obliegt die Feststellung der
Sittenwidrigkeit nicht der Politik, sondern den Gerichten. Aus
liberaler Sicht ist dies richtig und muss so bleiben. Denn sonst würden
Tarifautonomie und Vertragsfreiheit durch die Politik ausgehebelt. Zu
Recht orientieren sich die Zivilgerichte bei der Definition der
Sittenwidrigkeit an der Ausnutzung von Notsituationen durch Zahlung von
sog. Hungerlöhnen – analog dem Wucher bei Preisen
Ein-Euro Jobs haben
sich nicht bewährt. Ein-Euro-Jobs sind staatlich hoch subventionierte
Arbeitsgelegenheiten für ALG II-Bezieher bei Kommunen, Wohlfahrtsverbänden
sowie Vereinen und Stiftungen (Non-Profit-Sektor). Da der Arbeitgeber nur
einen Euro an Arbeitskosten pro Stunde trägt, handelt es sich um (i)
direkte Konkurrenz für regulär bezahlte Beschäftigung im Non-Profit-Sektor
und (ii) indirekte Konkurrenz für kommerzielle Dienstleistungsanbieter,
die Aufträge aus dem Non-Profit-Sektor erhalten. Ein-Euro-Jobs verdrängen
in hohem Maße reguläre Beschäftigung. Sie nützen nicht, sondern sie
schaden dem Wachstum von Niedriglohnbeschäftigung.

Unter Liberale
Das Methusalem-Komplott
In einer pressewirksamen Aktion vor dem Bundestag,
stieg der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLi) Johannes Vogel, in
ein Planschbecken; um seinen Unmut gegenüber der Grossen Koalitation
Ausdruck zu verleihen.
Der Bundesvorsitzende der Liberalen Senioren (LiS) Bertold Bahner zog
umgehend nach, stieg in seine Badewanne und kam zum gleichen Unmut.
So kam es zu einem Austausch der Worte und Begriffe.
Aus JuLi wurde LiS und aus Jung wurde Alt.
Ein modernes Märchen?
Bahner:
Den Alten steht das Wasser bis zum Hals
Der Himmel über Berlin ist
wolkenverhangen und die Sonne lässt sich nur erahnen. Das Thermometer
zeigt acht Grad Celsius an. Da steigt der Bundesvorsitzende der Liberalen
Senioren, Bertold BAHNER, vor dem Kanzleramt in ein schulter hohes
Wasserbassin. Noch einmal kurz Luftholen, dann taucht er ab. Sprechen kann
er jetzt nicht mehr, aber er will damit sagen, dass den Alten langsam die
Luft ausgeht. Durch die Politik der vergangenen Jahre wurden den alten
Menschen und den kommenden Generationen die Spielräume genommen. Das
Wasser steht ihnen buchstäblich bis zum Hals – oder eben noch höher!
Nach Ansicht des Bundesvorsitzenden
der Liberalen Senioren, Bertold Bahner, der am Freitag mit seinen
Unterstützern das Bassin vor dem Kanzleramt aufgebaut hat, macht die
Regierung zu selten Politik zugunsten der Senioren.
Generationengerechtigkeit spiele im Handeln der schwarz-roten
Bundesregierung leider keine Rolle, dabei werde die Situation der alten
Generationen immer schlimmer, lautet die Kritik. Als Beispiel nennt Bahner
„die schlecht Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, welche die „Chancen für
alte Menschen so direkt am Ende des Erwerbslebens einschränke.
Auch an den Gesetzesinitiativen der
vergangenen Jahre hat Bahner einiges auszusetzen. So sei die
Gesundheitsreform „eine lächerliche Farce, die Pflegereform nicht besser
und an die Rente traut man sich gar nicht weiter ran“. All das gehe zu
Lasten der Alten, „weil wir dadurch kaum noch Rente bekommen und eine
schlechte und teure Gesundheitsversorgung haben werden“, betont Bahner.
Auch der Klimaschutz werde nicht konsequent betrieben und für eine
wirklich nachhaltige Finanzpolitik, zum Beispiel über ein
„Verschuldungsverbot im Grundgesetz“, fehle der Mut.
Alles in allem zeige sich „ein
gefährliches Bild“, warnt der Bundesvorsitzende der Liberalen Senioren:
„Den Alten geht heute in Deutschland schlichtweg die Luft aus“. Aus seiner
Sicht ist es schlicht an der Zeit, „ernsthaft an mehr Gerechtigkeit unter
den Generationen zu arbeiten, wenn wir Alten nicht absaufen sollen“.
Aus dem „Jugendlichen“
übertragen und Idee von H-D.S
Name und Handlung hier frei erfunden H.W.

Überschriften und Aussagen in Presse und Rundfunk setzen Trends
So konnte man lesen „Zahl der Neonazis
steigt“.
Es folgte der Nachdruck
einer Meldung Berlin (dpa): Nach der Kernaussage des
Verfassungsschutzberichts müssten wir in Deutschland mit einem harten Kern
von 4.400 Neonazis (+ 200) in 2006 und mit 6.300 (+ 300) Linksextremisten
leben. Insgesamt hätten die Staatsschützer 30.800 Links- und 3.300
Rechtsextremisten registriert. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen,
dass der Innenminister Schäuble den Bericht im Mai 2008 vorlegen wolle.
Anhand vorstehender Zahlen
wird klar, dass es nicht mehr genügt, mit dem linken Auge nur auf rechts,
sondern mit beiden Augen und der gleichen Intensität auch auf das linke
Spektrum zu schauen.
Dass beide Augen gebraucht
werden, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Union und SPD im
Koalitionsvertrag das Ziel vereinbart haben, jeder Form des Extremismus –
rechts wie links – die Stirn zu bieten. Anzumerken ist hierbei, dass
enorme finanzielle Mittel im Haushalt bereitgestellt wurden.
Doch das Gegenteil trat
ein. Bereits zum Stichtag 1. Mai 2006 einigte sich die Koalition darauf,
es bei den aufgelegten Programmen gegen Rechtsextreme zu belassen. Dies
ist nur damit zu erklären, dass die CDU sich dem Aufschrei und der
geballten Diskussion aus dem linken Lager, nicht stellen wollte.
Die FAZ bemerkte
spöttisch, die unterschiedliche Bewertung der Extremismen sei teil der
politischen Kultur in Deutschland.
So Helmut Witzel,
Vorsitzender der Liberale Senioren Hessen
Siehe weiter unter für Sie
gelesen

Hessenwahl am 27.Januar
2008
Für eine bürgerliche Mehrheit
Jede Stimme zählt!
Machen Sie sich Ihr eigenes Bild
Parteien im Vergleich
Synopse
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Sie entscheiden für Ihre
Kinder und Enkel

MINDESTLOHN VERNICHTET ARBEITSPLÄTZE
Begrüßen die Entscheidung
und Aussagen der FDP-Bundestagsfraktion
gegen den Mindestlohn,
aus mehr als 40 jähriger beruflicher Praxis, so der Landesvorsitzende
Helmut Witzel.
In seiner letzten Sitzung
vor der Weihnachtspause hat der Deutsche Bundestag die Einführung eines
staatlich festgelegten Mindestlohnes in der Postbranche beschlossen. Die
FDP hat als einzige Fraktion des Deutschen Bundestages gegen die
Einführung staatlich festgelegter Löhne gestimmt. Wir möchten Ihnen gerne
erläutern, warum wir so entschieden haben.
Die Bürger sagen mit
großer Mehrheit: Derzeit geht es in Deutschland nicht gerecht zu – wo
bleibt mein ganz persönlicher Aufschwung? Dieses Gefühl der Bürger stimmt.
Von der Erhöhung der Mehrwertsteuer bis zur Versicherungsteuer hat die
Politik von Union und SPD das Leben für alle teurer gemacht. Eine
durchschnittliche vierköpfige Familie hatte im Jahr 2007 rund 1.600 Euro
weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Die Bundesregierung verschweigt,
dass sie selbst der größte Preistreiber ist. Die Inflationsrate liegt zum
Jahresende 2007 bei mehr als 3 Prozent – das ist der höchste Wert seit 13
Jahren. Es ist gut, wenn zum Jahresanfang 2008 wenigstens die Beiträge zur
Arbeitslosenversicherung um jährlich etwa 270 Euro gesenkt werden. Aber es
ist schlecht, dass diese Senkung teilweise von den Beitragserhöhungen bei
der Pflegeversicherung, bei der Rente und bei der Gesundheitsversorgung
sofort wieder aufgefressen wird.
Natürlich müssen die
Menschen von dem, was sie sich erarbeiten, leben können. Aber die
schwarz-rote Bundesregierung beklagt eine Gerechtigkeitslücke, die sie
selber geschaffen hat. Wenn es der Bundesregierung darum gehen würde,
Politik für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu machen, und wenn es
ihr darum gehen würde, die Gerechtigkeitslücke zu schließen, dann müsste
sie unserem Volk die Nettofrage beantworten: Was nutzt den Arbeitnehmern
denn ein Bruttomindestlohn, der auf dem Papier steht, wenn die Regierung
ihnen durch Steuer- und Abgabenerhöhungen immer weniger netto in der
Tasche belässt? Mindestlohn hört sich gut an, aber was nützt der weltweit
höchste Brutto-Mindestlohn, wenn netto zu wenig bleibt?
Das Entsendegesetz, das
jetzt von Union und SPD für die staatliche Festsetzung des
Post-Mindestlohnes benutzt wurde, ist Mitte der 90er-Jahre verabschiedet
worden, um deutsche Unternehmen in Anbetracht der EU-Erweiterung vor
ausländischer Billigstkonkurrenz und vor Dumpingangeboten zu schützen.
Jetzt verwendet die Bundesregierung das Entsendegesetz, um einen deutschen
Staatsmonopolisten vor deutscher privater Konkurrenz zu schützen - und das
zulasten von Zehntausenden Arbeitsplätzen, die dadurch wegfallen.
Schon jetzt haben Union
und SPD angekündigt, staatlich festgesetzte Mindestlöhne auch für andere
Branchen prüfen zu wollen. Wo liegt da die Grenze? Bei fünf Branchen oder
bei zehn? Darf es in unterschiedlichen Branchen unterschiedliche
Mindestlöhne geben? Darf eine Kellnerin mehr oder weniger verdienen als
ein Briefträger? Diese Fragen werden künftig am Kabinettstisch von
Politikern entschieden – statt von denen, die sich damit besser auskennen,
den Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Die Geschichte der
Tarifpartnerschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland ist
eine Erfolgsgeschichte. Diese Erfolgsgeschichte sollte nicht durch eine
neue staatliche Tarifpolitik beendet werden. Stattdessen brauchen wir mehr
betriebliche Bündnisse. Tarifverhandlungen und Lohnvereinbarungen müssen
ganz besonders das Wohl schwächerer Arbeitnehmer und Arbeitsuchender im
Auge behalten. Die Tarifautonomie nimmt die Tarifpartner in die
gesellschaftliche Verantwortung – und da gehört diese Verantwortung auch
hin.
Wer die
Leistungsgerechtigkeit aufgibt, wird die soziale Sicherheit als erstes
verlieren. Dem stellen wir uns als Abgeordnete der FDP im Deutschen
Bundestag entgegen. Wir treten weiter für ein niedrigeres, einfacheres und
gerechteres Steuersystem ein. Wir machen uns weiter stark für Reformen bei
den sozialen Sicherungssystemen - Gesundheit, Pflege und Rente müssen
gleichermaßen bezahlbar wie zukunftssicher gemacht werden.
Wir bitten Sie herzlich:
Wenden Sie sich an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an Ihre
Kolleginnen und Kollegen, an Ihre Bekannten und Freunde und erklären Sie
ihnen, warum die Ablösung der bewährten Tarifpartnerschaft durch einen
staatlich festgesetzten Lohn Arbeitsplätze kostet und verhindert. Wenden
Sie sich an uns, gemeinsam für den Erhalt einer starken sozialen
Marktwirtschaft und Wohlstand für alle in Deutschland kämpfen können.

Missbrauch der Tarifautonomie der GDL
Die Freiheit der
Tarifpartner ist nicht grenzenlos und sollte immer mit Verantwortung
benutzt werden, so Helmut Witzel, der Landesvorsitzende der Liberalen
Senioren Hessen. Die GDL sollte zur Kenntnis nehmen dass sie sich in der
EU im oberen drittel der Gehälter befindet und darüber hinaus auch weitere
Privilegien genießt die oft missbraucht werden.
Unser Vorstandsmitglied
Karl-Heinz Träbing kehrte gerade aus Finnland zurück und berichtete, dass
sich dort seit Wochen ein dramatischer Arbeitskampf zuspitzt, der geradezu
als Parabel für deutsche Tarifpolitik-Situation gelten kann - und
gleichzeitig feststellt, dass Medien und Politik in Deutschland entweder
hiervon nichts mitbekommen oder ignorieren.
Die Regierungsparteien in
Finnland (so genannte liberal-konservativ) haben vor der letzten
Parlamentswahl u. a. versprochen, die Arbeitsbedingungen und die
Entlohnung des Krankenhauspflegepersonals deutlich zu verbessern. Nachdem
dies nun Monate lang nicht getan wurde, beschlossen die Gewerkschaften und
deren Mitglieder nahezu einstimmig, sich landesweit Krankenhäuser
auszusuchen, in denen das gesamte Pflegepersonal mit Massenkündigungen
gegenüber dem jeweiligen Arbeitgeber (d. h. Krankenausträger, z. B.
Kommune, Universität usw.) droht.
Daraufhin stotterten die Bürgermeister, Regierungspräsidenten und Minister
in den finnischen Abendnachrichten ziemlich hilflos drauflos, z.B. dass
die jeweiligen Haushaltspläne doch weitere Kostenanstiege nicht erlaubten
und ähnliches.
Nachdem die Gewerkschaft jedoch keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass
sie es ernst meint, hat die Regierung in der vorigen Woche ein
Zwangs-Schlichtungs-Gesetz in den finnischen Reichstag eingebracht, das am
Freitag im Sozialausschuss mit Mehrheit gutgeheißen wurde und wohl vom
Parlament verabschiedet werden wird.
Die finnische Präsidentin
Tarja Halonen hat während eines Staatsbesuchs in Irland erklärt, ihre
geplante Reise in die USA abzusagen und wegen des Ernstes der Lage wieder
nach Helsinki zurückzukehren.
Abschließend bemerkt
Karl-Heinz Träbing: Diese Entwicklung ist geradezu eine Parabel für den
Arbeitskampf der deutschen Lokführer. Auch hier wird deutlich, dass wir
uns die Frage stellen müssen, ob die Arbeitskampf-Spielregeln des 19. und
20. Jahrhunderts in unserer mittlerweile komplexen Volkswirtschaft noch
zeitgerecht sind. Alle möglichen Gebiete des Zusammenlebens haben sich in
den letzten Jahrzehnten einschneidend verändert (Verkehr, Kommunikation,
Gesundheitsversorgung usw.), nur die Tarifauseinandersetzungen werden am
Ende immer noch mit der Keule des Neandertalers ausgetragen, wobei nicht
nur die Kombattanten, sondern auch völlig Unbeteiligte die Schläge
abkriegen. Einzig die Funktionäre, die unfähig waren, sich mit dem
Tarifpartner zu einigen, leiden keinen Schaden, sind zuletzt gar Helden.
Liberale Senioren haben in
ihrer langjährigen betrieblichen Praxis Sympathien für einen durch
Richterspruch in bestimmten Branchen Zwangsschichtungen zuzulassen. Die
Angst, sich den Vorwurf einzuhandeln, in bestimmten Branchen
Zwangsschlichtungen einzuführen, sollte kleiner sein als die Hoffnung,
sehr viel mehr Einsichtige zu überzeugen, dass Streiks von Ärzten,
Krankenhauspersonal oder Lokführer den eigentlich nicht betroffenen
Menschen schaden.

Aus dem Bundestag am 20. September 2007
Liberale Senioren Hessen begrüßen die Rede der
seniorenpolitischen Sprecherin der FDP Fraktion, Frau Sybille Laurischk zum
5. Altenbericht.
Sibylle Laurischk (FDP):
Herr Präsident! Meine Damen und Herren!
Mit dem fünften Altenbericht rückt ein Lebensabschnitt in den Fokus unseres
Interesses, der von der Politik bisher zu wenig beachtet wurde. Das ist
klar; denn Senioren sind immer die anderen.
In einer alternden Gesellschaft müssen wir uns die
Potenziale des Alters besonders verdeutlichen, um den Menschen ein
selbstbestimmtes, ein eigen- und mitverantwortliches Leben bis in die
Hochaltrigkeit zu ermöglichen. Ich halte dies für einen urliberalen
Denkansatz.
(Beifall bei der FDP)
Die Angst vor Abhängigkeit und Gebrechlichkeit ist doch das
Tabu beim Stichwort Alter. Gerade deshalb will die FDP-Fraktion, dass auch
ältere Menschen ein Gewinn für jede Gesellschaft sind, den wir erschließen
müssen.
Es ist das Verdienst des fünften Altenberichts, dass
damit belastbare Zahlen für die Zukunft des Alters geliefert und
gleichzeitig die Möglichkeiten der Gestaltung durch die staatlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt werden. Ältere Menschen
dürfen nicht nur als Wähler, sondern müssen auch als selbstbewusste Bürger
mit dem Anspruch auf Teilhabe und Miteinander von Interesse sein.
Die überwiegende Mehrheit der 60 bis 80 Jahre alten
Menschen ist körperlich fit. Lediglich 5 Prozent sind pflegebedürftig. Die
Öffentlichkeit muss und wird – davon bin ich überzeugt – das
Leistungsvermögen und die Leistungsbereitschaft der Älteren in allen
gesellschaftlichen Bereichen anerkennen, akzeptieren und fördern. Anders
haben wir keine Zukunft.
(Beifall bei der FDP sowie des Abg. Paul Lehrieder
[CDU/CSU])
Dazu gehört auch die kulturelle Frage unseres
Selbstverständnisses, wie wir mit dem großen und eben nicht materiellen
Kapital von Gedächtnis und Erfahrungswissen der älteren Generation umgehen
und wie wir es für die ganze Gesellschaft fruchtbar machen.
Bei der Beurteilung der materiellen Situation durch
den fünften Altenbericht fühlt sich die FDPFraktion in ihrer Forderung
bestätigt, die Altersversorgung durch ein kapitalgedecktes System zu
stärken, um Altersarmut vorzubeugen. Dass von Altersarmut eher Frauen
betroffen sind, haben wir in unserem Entschließungsantrag kritisch deutlich
gemacht. Erwerbsbiografien und damit Rentenbeitragsjahre sind bei Frauen oft
löchrig, da sie sich der Familie gewidmet haben. Aber auch Männer wird dies
mit Zunahme der Arbeitslosigkeit treffen.
Teilhabe bedeutet, mitmachen zu können und zu dürfen.
Die FDP-Fraktion sieht in den Möglichkeiten zur Frühverrentung den völlig
falschen Weg.
(Beifall bei der FDP)
Damit wurden viele Menschen aus dem Erwerbsleben
ausgesteuert, die noch voller Schaffenskraft sind. Deshalb fordert die
FDP-Fraktion den flexiblen Eintritt in den Ruhestand vom 60. Lebensjahr an
bei Abschaffung jeglicher Alters- und Zuverdienstgrenzen, wie Sie, Frau
Blumenthal, das gerade auch gefordert haben.
(Beifall bei der FDP)
Die Unternehmen sollten die Älteren nicht nur als
Konsumenten entdecken. Ältere bilden einen erheblichen Nachfragermarkt, wenn
es denn die richtigen Produkte gibt. Sie sind auch in der Entwicklung und
Herstellung gefragt. Es ist nicht zu verstehen, dass in circa 60 Prozent
aller deutschen Unternehmen keine Arbeitnehmer über 50 Jahre mehr zu finden
sind. Nicht nur, dass damit die Älteren ausgegrenzt sind: Es ist auch ein
völlig falsches Signal an die Jungen, wenn ihnen vorgelebt wird, dass das
bisherige Leben, zu dem selbstverständlich auch das Erwerbsleben gehört,
nach Erreichen des 50. Lebensjahres vorüber ist.
(Beifall bei der FDP)
In altersgemischten Teams kann
generationenübergreifender Austausch im Erwerbsleben geübt und die
Innovationskraft sowie das Erfahrungswissen der Älteren nützlich werden. Für
die Beschäftigung Älterer müssen darüber hinaus die Arbeitsbedingungen
angepasst werden. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle wie auch die
Möglichkeit eines Lebensarbeitszeitkontos, das sogenannte Sabbaticals – also
freie Zeit – zur Verfolgung persönlicher Ziele zulässt. Den Unternehmen muss
und wird es wichtig werden, die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu
erhalten und sie für Prävention und einen gesunden Lebensstil zu gewinnen.
Welchen Wert Bildung für die Prävention hat, wurde im Altenbericht deutlich.
Ein höherer Bildungsstand vermeidet nicht nur frühere Arbeitslosigkeit,
sondern ermöglicht auch eine gesündere Lebensführung.
(Beifall bei Abgeordneten der FDP)
Der Keim für ein gesundes und erfülltes Alter wird also
schon in frühen Jahren gelegt und muss lebenslang gepflegt werden.
Teilhabe ist aber auch mit Ausscheiden aus dem
Erwerbsleben auf anderen Gebieten gleichwertig möglich. Das ehrenamtliche
Engagement und die familiäre und nachbarschaftliche Vernetzung gewinnen an
Bedeutung, nicht etwa, um fehlende staatliche Leistungen zu ersetzen, wie
immer von der sogenannten Linken gehöhnt wird, sondern um ureigene
menschliche Bedürfnisse nach Nähe und Vertrautheit zu befriedigen.
Die Unterstützung von Freiwilligenorganisationen zur
professionellen Vernetzung von Angebot und Nachfrage ehrenamtlichen
Engagements muss vorangetrieben werden. Der jüngst eingesetzte Beauftragte
für das ehrenamtliche Engagement sollte gerade auf die Leistungsbereitschaft
und das Erfahrungswissen Älterer setzen.
(Dr. Ilja Seifert [DIE LINKE]: Das ist der sogenannte
Liberalismus!)
Vielversprechende Ansätze gibt es schon in einigen Kommunen.
Sie reichen so weit, dass Mitarbeitern mit dem Ausscheiden aus dem
Erwerbsleben ein individuell abgestimmter Vorschlag für ehrenamtliche
Betätigung in der Kommune unterbreitet wird, was von einem erstaunlich hohen
Prozentsatz auch angenommen wird. So wird aus dem Ruhestand der Unruhestand.
An dieser Stelle weise ich auch auf das Engagement
von älteren und erfahrenen Bürgern und Bürgerinnen in den
Kommunalparlamenten hin. Mancher Gemeinderat wäre ohne sie aufgeschmissen.
(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)
Den älteren Kommunalpolitikern und -politikerinnen gilt, wie
Sie gerade gehört haben, an dieser Stelle auch der Dank der FDP-Fraktion.
Ein wesentliches Gestaltungsfeld für sicheres und
selbstbestimmtes Leben ist das Wohnen im Alter. Besonders notwendig
erscheint der FDP-Fraktion ein transparentes, auch überregional erstelltes
Informationssystem über die verschiedensten Formen altersgerechten Wohnens
von der Wohngemeinschaft über genossenschaftliches Wohnen, das
Seniorenstift, begleitetes Wohnen bis hin zur passenden Pflegeeinrichtung.
Das Thema Pflege, das heute mit dem Antrag auf
Einsetzung einer Heim-Enquete-Kommission auf der Tagesordnung steht, berührt
tiefe Ängste der Menschen vor einem Lebensabschnitt, in dem die
Selbstbestimmung zurückzutreten droht hinter Hilflosigkeit und
Ausgeliefertsein Dritten gegenüber – seien es Angehörige, seien es fremde,
bezahlte Pflegekräfte. Die Zuständigkeit für das Heimrecht ist nach der
Föderalismusreform in die Kompetenz der Länder übergegangen,
(Zuruf von der FDP: Leider!)
was wir abgelehnt haben.
Die Qualitätssicherung, Transparenz und Kontrolle von
Pflegeleistungen bleibt dennoch eine drängende Aufgabe der Bundesregierung.
Die FDP-Fraktion hat mit ihrem Antrag Entbürokratisierung der Pflege
vorantreiben – Qualität und Transparenz der stationären Pflege erhöhen
Forderungen aufgestellt, die die Situation in den Heimen deutlich verbessern
werden. Das Thema Pflegereform steht also an, doch dies lässt sich nicht mit
einer Enquete über das Thema Heime bewältigen. Deshalb werden wir den Antrag
der Linken ablehnen.
(Beifall bei der FDP)
Die FDP-Fraktion fordert an dieser Stelle Sie, Frau
Ministerin von der Leyen, ausdrücklich auf, Ihrer Aufgabenstellung für
Senioren mehr als bisher zu entsprechen. Ihrem Engagement für Kinder und
Kinderbetreuung sollte eine vergleichbare Initiative für Senioren
gegenüberstehen.
(Markus Grübel [CDU/CSU]: Oppositionsgebaren!)
Das Stichwort Mehrgenerationenhäuser ist kein ausreichender
Beleg, wie erst gestern Abend in den Beratungen des Unterausschusses
„Bürgerschaftliches Engagement“ deutlich wurde.
Der fünfte Altenbericht hat deutlich gemacht: Politik
für Ältere ist eine Querschnittsaufgabe, bei der die Ressorts Familie,
Bildung und Forschung, Soziales, Bauen und Wohnen, Gesundheit und Wirtschaft
auf allen Ebenen unseres Landes – besonders in den Kommunen – in der
Verantwortung stehen, den demografischen Wandel nicht nur hinzunehmen,
sondern als gesellschaftlichen Aktivposten zu nutzen.
Ein Ausspielen der Generationen gegeneinander ist
dabei völlig unsinnig. Eine Verkürzung des Themas Alter auf materielle
Aspekte ist eine sträfliche Vernachlässigung der eigentlichen sozialen wie
menschlichen Dimensionen eines neuen Altenbildes für Deutschland.
Erfreulich ist, dass die Beschlussempfehlung des
Ausschusses die große Übereinstimmung aller Fraktionen bei den Zielen der
Politik für Ältere deutlich macht und dass die Anerkennung der Potenziale,
Chancen, Kreativität und Innovationskraft Älterer Konsens ist, jedenfalls
bei denjenigen, die sich ernsthaft damit beschäftigen.
So bleibt mir zum Schluss, neben dem fünften
Altenbericht mit seinen rund 500 Seiten auf eine der vielen Publikationen
zum Thema „alternde Gesellschaft“ hinzuweisen. Es ist die Studie der
Max-Planck-Gesellschaft zur Zukunft des Alterns. Sie bietet die Antwort der
Wissenschaft mit einer Vielzahl von Einsichten über den Prozess des Alterns.
Das Potenzial des Alterns findet sich insbesondere im Begriff der
Lebenskunst wieder und in der manchmal auch mühsamen Erkenntnis, dass die
Selbstdisziplin in der Lebensführung uns länger fit hält.
(Beifall bei der FDP)

Nichtraucherschutz
Das Thema Nichtraucherschutz spaltet
unser Land. Die Anhörung des Hessischen Landtags vergangene Woche hat dies
auf Grund ihrer hohen Emotionalität bestätigt. Die FDP-Fraktion hat einen
Gesetzentwurf eingebracht, der neben einem strikten Rauchverbot für alle
Räume der öffentlichen Hand (Landes- und Kommunalgebäude) eine
Kennzeichnungspflicht für das Gaststättengewerbe vorsieht. Im Gegensatz zu
den Räumen der öffentlichen Hand, wo der Bürger keine Wahlmöglichkeit hat,
ob er diese betritt oder nicht, besteht diese Wahlmöglichkeit vor Betreten
eines Restaurants oder einer Kneipe durchaus. Für uns ist im Sinne des
Verbraucherschutzes wichtig, dass der Verbraucher von vornhinein weiß,
worauf er sich einlässt. Dies soll nach dem Gesetz der FDP mit einem
einfachen Schild gekennzeichnet werden. Ein gutes Zeichen ist dabei, dass
dieser Vorschlag von Verband der Raucher als auch vom Verband der
Nichtraucher abgelehnt wird. Den einen geht es zu weit, den anderen nicht
weit genug. Mittlerweile wird unsere Idee auch von den Landesregierungen
NRW und Niedersachsen diskutiert. Möglicherweise findet diese auch bei der
hessischen Landesregierung Anklang.
Stand: 06.03.2007

Raucher – und Nichtraucherschutz in Hessen
Kennzeichnungspflicht für Gaststätten und Kneipen – einfach,
unbürokratisch, verbraucherschützend.
Die hessische FDP-Landtagsfraktion hat
heute ihr Modell „Kennzeichnungspflicht für Gaststätten“ zum Thema
Nichtraucherschutz in Hessen vorgestellt. Neben einem Rauchverbot in allen
Räumen des Landes und der Kommunen fordern wir für Kneipen und Gaststätten
eine Kennzeichnungspflicht, ob es sich um Raucher- oder
Nichtraucherinstitutionen handelt. Diese Kennzeichnungspflicht mit einem
Raucher oder Nichtraucherschild ist im jeweiligen Gaststättengesetz zu
verankern. Kernargument ist, dass der Verbraucher von vornherein wissen
muss, ob er sich einer Gesundheitsgefährdung aussetzt oder nicht. Daneben
bleibt es unternehmerische Entscheidung, ob ein Gastronom seinen Betrieb
rauchfrei macht. Im Gegensatz zum Betreten von Räumen der öffentlichen
Verwaltung hat der Verbraucher im Bereich der Gastronomie eine
Wahlmöglichkeit; daneben wird es einen Wettbewerb zwischen Raucher- und
Nichtraucherinstitutionen geben, aber die Nische der Raucherkneipen wird
nicht ganz verschwinden.
Stand: 15.02.2007

Reform der deutschen
Rentenversicherung ist dringend notwendig
Liberale Senioren Hessen
tragen das von Ihrem Vorstandsmitglied Dr. Gisela Babel im Auftrag des FDP
Bundesfachausschusses erarbeitete Rentenpapier nach eingehender Diskussion
mit.
Es gilt die Devise, einer 30-jährigen
Politik, die die Folgen der demographischen Entwicklung nicht wahrnehmen
will, muss ein Ende gesetzt werden.
Für den Vorsitzenden der Liberalen Senioren Hessen steht aber auch fest,
dass die Altersteilzeit, Frühverrentung und entsprechenden Altersbezüge
von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes unter die gleichen
Prämissen gestellt werden müssen.
Rentenpolitik fair und
generationengerecht gestalten
Die deutsche Rentenversicherung muss
reformiert werden. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben, die sich der
Politik heute stellt, und eine der schwierigsten. Die sich ständig
verlängernde Lebenszeit der Bürger führt zu entsprechend längerem Bezug
der Rentenzahlungen. Die sinkende Geburtenrate hat zur Folge, dass im Jahr
2030 die Zahl der Erwerbstätigen sich um 4,7 Millionen vermindern wird (
Prognos – Studie „ Deutschland – Report 2030“) Immer weniger
Beitragszahler stehen also für immer mehr Rentner ein. Der
Rentenversicherungsbeitrag stiege ohne Reformen auf mindestens 24%, eine
Belastung, die in Kombination mit zu erwartenden Beitragssatzsteigerungen
bei Gesundheit und Pflege untragbar wäre.
Die in der Zeit der Vorgängerregierung
eingesetzten Kommissionen schlagen daher richtigerweise vor, dass das
Rentenniveau sinken und die Lebensarbeitszeit steigen muss. Die dann
erreichte Durchschnittsrente wird den bisherigen Lebensstandard nicht mehr
abdecken. können. Die Lücke muss durch eine ergänzende Eigenvorsorge
geschlossen werden.
Die Regierung hat bis jetzt nicht
erkennen lassen, dass sie konsequent und für die kommenden Generationen
verantwortlich die Weichen stellen und Maßnahmen einleiten will, die für
die künftigen Beitragszahler und Rentenempfänger die Belastungen gerecht
verteilt.
Folgende Grundsätze zur Rentenpolitik
sind daher von der FDP zu beschließen:
-
Das reguläre
Renteneintrittsalter wird auf 67 Jahre heraufgesetzt. Zugleich sind
bei früherem Renteneintritt Abschläge vorzusehen, die die verkürzte Zeit
der Beitragszahlung und die verlängerte Zeit der Leistungsgewährung
versicherungsmathematisch voll berücksichtigen.
-
Fortfall der
Frühverrentung: Die von der Industrie für den Strukturwandel in der
Vergangenheit weidlich genutzte Frühverrentung belastete die Rentenkasse
und erhöhte die Lohnnebenkosten. Anreize zum früheren Ausscheiden aus
dem Arbeitsleben sollten auch im Hinblick auf die gestiegene
Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer und auf das Interesse an ihrem
Verbleiben am Arbeitsplatz abgeschafft werden. Dazu gehört u.a. die
Regelung des §428 SGB III, nach der Arbeitslose über 58 Jahren ohne
Vermittlungsbemühungen Arbeitslosengeld erhalten können.
-
Fördermaßnahmen,
welche ältere Arbeitnehmer für das Verbleiben am Arbeitsplatz
qualifizieren, unterstützt die FDP, nicht aber solche, die Anreize zur
Einstellung älterer Arbeitnehmer finanzieren. Sie gehen auf Kosten der
jüngeren Generation. Vielmehr muss der Schwerpunkt der Maßnahmen auf den
Erhalt der Arbeitskraft älterer Arbeitnehmer durch
Gesundheitsprävention, Rehabilitation und kontinuierliche Weiterbildung
gelegt werden. Begleitend sind Sonderregelungen für ältere Arbeitnehmer
zu beseitigen, die ihre Reintegration in den Arbeitsmarkt nach
Arbeitsplatzverlust erschweren. Dazu sollte u.a. das Lebensalter als
Kriterium bei der Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen
gestrichen werden.
-
Rentenanpassung:
Die zur Zeit ihrer Einführung hochgelobte Anpassung der Renten an die
Löhne hatte den Sinn, die Rentner am wachsenden Wohlstand teilhaben zu
lassen. Da man anfangs die Anpassung an den Bruttolöhnen orientierte,
war der Anpassungsbetrag für die Renten damals höher als die
Lohnzuwächse. Nach Änderung der Anpassung an die Nettolöhne in 1989
waren die Rentenanpassungen angesichts der Lohnsteigerungen zunächst
noch positiv, danach gab es Nullrunden. Falls die wirtschaftliche
Entwicklung zu sinkenden Löhnen führen sollte – und das drohte schon in
diesem Jahr- müssen konsequenter Weise auch die Renten gekürzt werden.
Punktuelle Eingriffe in die Rentenformel sollten daher unterbleiben.
-
Mehr Freiheit bei
der Erwerbstätigkeit für Rentner: In anderen Ländern stehen ältere
Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben und das mit positiven Folgen für
die Beschäftigung allgemein .Hier in Deutschland ist man bemüht, Rentner
vom Arbeitsleben fern zu halten, indem man ihnen bei einer
versicherungspflichtigen Tätigkeit weiterhin die vollen Beiträge zu den
Sozialversicherungen auferlegt, obwohl sie bereits sozial abgesichert
sind. Dies ist zu ändern. Ziel sollte vielmehr sein, dass Rentner am
Arbeitsleben weiter teilnehmen können. In erster Linie sollten sie nicht
mehr verpflichtet sein, in die Sozialkassen einzuzahlen. Dass sie damit
für Arbeitgeber zu vergleichsweise günstigen Arbeitnehmern werden, ist
kein Gegenargument. Diese erwerbstätigen Rentner können damit für ihren
eigenen Lebensstandard sorgen und darüber hinaus ein Stück Produktivität
beisteuern.
-
Kapitalgedeckte
Eigenvorsorge: Da die umlagefinanzierte Rente für viele nur noch
eine Basissicherung bedeuten wird, muss sie durch betriebliche und
private Eigenvorsorge ergänzt werden. Die viel zu komplizierten
Kriterien, die heute einer Förderung der Altersvorsorge zugrunde liegen,
müssen vereinfacht, die eingeengten Formen der Kapitalansammlung müssen
ausgedehnt werden. Erst wenn diese Angebote erweitert worden sind,
plädiert die FDP für eine Pflicht zur ergänzenden privaten Vorsorge.
Begründung: Noch immer ist in
der Öffentlichkeit das Ausmaß des demographischen Wandels und die
Auswirkung auf die Sozialversicherungen unklar. Die Politik drückt sich
um unbequeme Wahrheiten herum und findet den Mut nur zu halbherzigen
Veränderungen. Dadurch geht das Vertrauen der Bürger in die Politik
verloren. „ Nur durch Taten kann man das Vertrauen zurückgewinnen“, so der
Parteivorsitzende Westerwelle jüngst im Tagesspiegel (4.4.2006). Die FDP
hat den Mut und bekennt sich zu den notwendigen Reformschritten.
Stand: 19.04.2006

Dem Kindeswohl.
Liberale Senioren Hessen sind nach wie vor der Meinung, dass die
wichtigsten Bezugspersonen für Kinder Mutter und Vater sind.
Wir müssen aber konstatieren, dass mehr und mehr diese Eltern nicht mehr
in der Lage oder bereit sind, diesem Anspruch gerecht zu werden.
Unter der Überschrift „Hippy für
Hessen“ wurden wir in einem Gespräch mit Dorothea Razumovsky, der
stellvertretenden Kreisvorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes Giessen,
bekannt gemacht.
„Hippy“ unterstützt sozial benachteiligte Eltern mit seinem
Hausbesuchsprogramm dabei, ihre vier- und fünfjährigen Kinder in der
Entwicklung zu fördern. In der zweijährigen Programmphase werden die
Eltern wöchentlich mit einem Paket von Spiel- und Lernaktivitäten
ausgestattet und in den Umgang damit eingewiesen. Jede zweite Woche werden
die Hippy-Aktivitätenhefte von einer Hausbesucherin zu den Familien nach
Hause gebracht und im Rollenspiel eingeübt. Nachdem die Eltern mit dem
Umgang der Spiel- und Lernaktivitäten vertraut sind, führen sie diese mit
ihren Kindern zu Hause durch.
Hippy konzentriert sich darauf, den Eltern das nötige Wissen über die
Entwicklung, die Sprache und das Lernen im Vorschulalter zu vermitteln.
Das Programm baut auf die enge Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern
auf, die eine wichtige Basis für die frühen Lernerfahrungen von Kindern
ist.
Weitere Informationen auf der Seite „Für Sie gelesen“.
Stand 11.03.2006
HIPPY Deutschland e. V.
Karl-Bröger-Straße 2 90459 Nürnberg
Nationale Koordinatorin: Renate Sindbert
Telefon: 0911 – 9299699-10
Fax: 0911 – 9299699-30
www.hippy-deutschland.de

Frühverrentung – und kein Ende in Sicht!
Liberale Senioren sehen trotz großer
Koalition kein wirkliches Weiterkommen in der Bekämpfung der Frühverrentung
sowie der Arbeitslosigkeit und können nur einem uns unbekannten Kommentator
zustimmen:
„Fatale Entwicklung!
[...] eine unheilige Allianz von Arbeitgebern und Politik in der 80er Jahren
bis heute vor dem Hintergrund anhaltender Massenarbeitslosigkeit sorgten
dafür, dass immer mehr Menschen frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden
und in den Vorruhestand treten.
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird schon lange nicht mehr erreicht.
Immer neue Anreize wurden geschaffen, um den Weg in die Frühverrentung
attraktiver zu machen. Immer mehr Ältere wurden mit staatlich
subventionierten attraktiven Modellen aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt.
Eine fatale Entwicklung, die dazu geführt hat, dass das durchschnittliche
Renteneintrittsalter heute nur noch bei knapp über 60 Jahren liegt. Erst
Ende 2005 war gegen den Expertenrat die Vorruhestandsregelung für 58-jährige
noch einmal um zwei Jahre verlängert worden.
Wenn die schwarz-rote Bundesregierung und Arbeitsminister Franz Müntefering
jetzt mit der „Initiative 50 Plus“ dafür sorgen wollen, dass wieder mehr
ältere Arbeitnehmer in Beschäftigung kommen und bleiben, setzen sie den
zweiten Schritt vor dem ersten. Zunächst gilt es, hochsubventionierte
Frühverrentungsmodelle zu stoppen, die den Jugendwahn in den Konzernen
geradezu noch verstärkt haben. Erst dann sollten Anreize entwickelt werden,
die mit dafür sorgen könnten, wieder mehr ältere Arbeitnehmer länger zu
beschäftigen. Mehr noch als teure und mäßig wirksame Förderprogramme sind
grundlegende Reformen auf dem Arbeitsmarkt und eine intelligente
Wirtschaftspolitik gefragt, um die Konjunktur wieder zu beleben und
dauerhaft neue Jobs zu schaffen.“
Sehr spät, aber bereits 1997 griffen die
Liberale Senioren Hessen das Thema Frühverrentung in ihrem ersten Folder auf
und beschäftigten sich später mit deren Folgen und der Feststellung :
Schluss mit der Frühverrentung!
Die FDP folgte auf Bundes-und Landesebene Lis mit Übernahme in
ihre Wahlprogramme.
Unser damaliger Text lautete und gilt
auch noch heute:
(Siehe auch unter Folder Arbeitswelt)
Stand: 09.03.2006

Arbeitskämpfe:

IGM und Verdi im Gleichschritt.
Dem Populismus treu, mit einer Argumentation von gestern.
Die einen stellen überhöhte Entgeltforderungen und den anderen sind 18
Minuten Mehrarbeit zuviel. Was schert die Gewerkschaften der arbeitslose
Familienvater.
Bei aller Achtung vor der Tarifhoheit ist anzumerken:
Die Gewerkschaften haben seit den 70er Jahren in ihrem Personaltableau
hochgradige Wirtschaftswissenschaftler – wie sonst könnten sie Aufsichtsräte
stellen.
Das heißt aber auch, dass sie wissen, welche Anforderungen die
Globalisierung und die demographische Entwicklung an den Arbeitsmarkt
stellen.
Sie wissen auch, dass Globalisierung für Deutschland riesige Chancen
beinhaltet. Aber nur Wissen, Flexibilität, mehr Arbeitsstunden und mehr
Arbeitsjahre des Einzelnen können dem Arbeitenden und der Gesellschaft
Wohlstand sichern. Das heißt auch Lebenslanges Lernen und eine Entlohnung,
die der Wertschöpfung folgt.
Ob
die Gewerkschaften wollen oder nicht, müssen sie erkennen, dass die
bisherigen Strukturen und Kartelle zu Privilegien in der Großindustrie und
öffentlichen Verwaltung geführt haben.
Der immer wieder betonte Anspruch der Gerechtigkeit gegenüber der Mehrheit
der Arbeitenden und dem Rest der Welt wurde konterkariert.
Dass immer mehr Menschen diese Widersprüche erkennen und den Gewerkschaften
den Rücken kehren, ist nicht mehr zu verheimlichen.
Was soll also diese unnötige, schädliche Streikbewegung?
Sollen die Exzesse der Gewerkschaftsführer (VW, etc.) vergessen gemacht
werden?
Wollen die Biskis ihre Macht innerhalb der Apparate festigen?
Stand: 06.02.2006

Ehrungen:
Am
8. Januar 2006 feierte die FDP die 60. Wiederkehr der Gründung des
organisierten Liberalismus in Hessen mit einem Festakt in der Paulskirche,
Frankfurt am Main. Dies war Anlass genug, 60- und 50-jährige
Mitgliedschaften zu ehren.
Der Vorstand der Liberalen Senioren Hessen freut sich besonders über ihre
Mitglieder, die in der FDP mehr als ein halbes Jahrhundert dem Liberalismus
aktiv gedient haben.
Wolfgang Knoll (Kv-Main-Taunus) 60 Jahre,
Kurt Hentrich (KV-Giessen) 50 Jahre,
Peter Emil Rupp (KV-Rheingau-Tanus), unser Ehrenmitglied, 50 Jahre,
Ingeborg Thüringer (KV-Giessen) 50 Jahre.
1956 und erst recht 1946 war es nicht selbstverständlich nach dem
Zusammenbruch jeder Ordnung, mit direkten Kriegserlebnissen, sich politisch
zu bekennen. Eher im Gegenteil. Ich selber kann mich noch sehr gut an ein
Gespräch um 1953 mit Schulkameraden in der Ostzone erinnern, in dem wir
unseren Berufswunsch darauf abklopften, inwieweit dieser politisch
missbraucht bzw. diskriminiert wurde oder werden könnte.
Es war also der Wagemut und die Hoffnung derer, die den Aufbau unseres
Landes möglich machten.
Den Geehrten gilt unsere Hochachtung.
Stand:
06.02.2006

Giessen, den 16. Dezember 2005
Sehr geehrte Damen und Herren.
Liebe Mitglieder und Freunde.
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein
ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest und für 2006 Gesundheit und Erfolg in
all Ihren Aktivitäten.
Für mich heißt die frohe Botschaft auch,
wir werden, als Gesellschaft, und als Einzelne, nicht nur älter, wir werden
zumindest anders älter, und damit in eine Aufgabe verpflichtet, hieraus die
notwendigen Schlüsse für uns und unsere Enkel zu ziehen.
Wir, die Liberalen Senioren, begannen
bereits 2003 anlässlich unserer Mitgliederversammlung in Zwingenberg mit dem
Themenbereich „Lebenslanges Lernen“ und fanden Gehör. Doch die Formulierung
„Wir werden alle jünger“ fand keine Resonanz. Auch folgte keine Rückfrage zu
diesem Thema auf einem Poster auf der Bundesdelegiertenversammlung in
Kassel.
Dieses Jahr nun – unter dem Druck auf die
Sozialsysteme – wurde es zum Thema.
Wir, die heute 60 Jahre und älter sind,
sollten in der ruhigen Weihnachtszeit „Wir werden jünger“ für uns selbst
durchdenken. Ein Vergleich zwischen uns heute und unseren Eltern und
Großeltern damals im selben Alter, ist meist selbstredend.
Schlagen wir den Bogen zur sogenannten
Erinnerungskultur. Warum überlassen wir, die bis 1939 Geborenen, diese den
meist Linksorientierten, die in der sogenannten 68er Geschichtsaufarbeitung
mündeten? Warum artikulieren wir nicht unsere Erinnerung, die meist von
ihnen abweicht, und lenken damit den Blick auf die heutige Gefährdung
unserer demokratischen Ordnung, weil das Wort „Angst“ ständig als Erklärung
und Agitation missbraucht wird?
Hieß es nicht schon immer, Angst sei ein
schlechter Ratgeber? Aber auch die alte Regel, Unwissenheit sei jederzeit
offen für Angst, gilt heute noch.
Angst hat schon manche Notwendigkeit in
der Geschichte verhindert. Nun droht eine weitere hinzuzukommen. Die
allgemeine Sozialdemokratisierung in den vergangenen Jahrzehnten hat große
Teile unseres Volkes anscheinend derart verweichlicht und entmündigt, dass
sie zu mutigen Entscheidungen gar nicht mehr in der Lage sind. „Ein Staat,
der seine Menschen zu Zwergen macht, und sei es zu einem guten Zweck“, so
John Stuart Mill in seinem Werk „Über die Freiheit“, „wird eines Tages
feststellen, dass sich mit kleinen Menschen keine großen Dinge mehr
erreichen lassen.“
Freiheit im Denken ist unsere Botschaft,
die wir unseren Mitbürgern vermitteln müssen, indem wir die Angst bekämpfen.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Witzel

Bundesverdienstkreuz für
Annemarie Ramm
am Tag der Ehrenämter am 02.12.2005.
Die Liberalen Senioren Hessen gratulieren
ihrem Vorstandsmitglied Annemarie Ramm recht herzlich!
„Wir sind stolz, eine solche Frau zu
kennen und mit ihr arbeiten zu dürfen“, so Helmut Witzel, Vorsitzender der
Liberalen Senioren Hessen.
Sie gehört nicht nur zu den
Gründungsmitgliedern der LiS, sondern ermöglichte bereits im Jahr 1998 als
Schatzmeisterin den Druck des ersten Folders der Liberalen Senioren Hessen.
Dieser ist heute noch so aktuell wie damals, vielmehr beinhaltet er bereits
viele Themen, die erst heute von der Allgemeinheit entdeckt werden.
Wir wünschen der zukünftigen Trägerin des
Bundesverdienstkreuzes weiterhin Gesundheit und Tatkraft.
Helmut Witzel.

Download des
Artikels im pdf Format:


Nach der Bundestagswahl am
18.09.2005
Sehr geehrte Damen und Herren.
Liebe Mitglieder und Freunde der LiS Hessen.
Die FDP hat in der Bundestagswahl
überzeugt und politisch an Statur gewonnen.
Der beeindruckende Auftritt ihrer
Spitzenpolitiker hatte daran wesentlichen Anteil. Der Bundesvorstand der
Liberalen Senioren hat stellvertretend dem Bundesvorsitzenden Dr. Guido
Westerwelle, dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Wolfgang Gerhardt und dem
Generalsekretär Dirk Niebel dafür ausdrücklich gedankt.
Die FDP hat bei dieser Bundestagswahl in
der Altersgruppe der über 60-jährigen einen Anteil von 9,3 %.
Dieser Prozentsatz hat sich im Vergleich
zur letzten Wahl um mehr als 3 % verbessert. Die 60-jährigen und Älteren
stellen etwa 32 % der Wahlberechtigten, ihr Anteil an den tatsächlichen
Wählern betrug nach früheren Untersuchungen 40 %. Unter der Annahme, dass
dieser Anteil fortgeschrieben werden kann, ergäben sich folgende Daten:
Bei insgesamt ca. 47,1 Millionen
abgegebenen gültigen Stimmen wären demnach 18-19 Millionen der Wähler
60-jährige und Ältere. Davon 9,3 % für die FDP bedeuten ca. 1,7 Millionen
Wähler, die somit einen beträchtlichen Anteil – nämlich ca. 37 % - der FDP
Wähler von insgesamt 4,6 Millionen darstellen.
Diese Steigerung können wir auch als
Erfolg unserer Arbeit werten. Diesbezüglich hat unser hessischer MdB Dr.
Hermann Otto Solms mir in einem Brief bestätigt, dass aufgrund unseres
Bemühens sowohl in der Partei als auch Fraktion die Bedeutung der älteren
Wähler stärker wahrgenommen wird.
Das dies so ist, haben wir auch im
öffentlichen Auftreten des FDP Kompetenzteams im Wahlkampf mit Freude
registriert.
Trotzdem ist es angesichts der Aufgaben,
die sich aus dem demographischen Wandel ergeben, unerlässlich, dass sich die
FDP noch stärker als bisher auch um ältere Wähler kümmert. Dabei geht es
nicht nur um Rente, Gesundheit und zu hohe Altersarbeitslosigkeit. Es geht
um die grundsätzliche Frage, welche Rolle die Lebens- und Berufserfahrung in
Zukunft spielen wird, und, ob die Potenziale des Alters stärker genutzt
werden als bisher.
Im Vorgriff auf die Kommunalwahl 2006
können wir bereits feststellen, dass auch in der FDP Landespolitik diese
Botschaft angekommen ist. Der Entwurf eines Programms zur Kommunalwahl in
Hessen am 26. März 2006, unter Federführung von Herrn Rentsch, unserem
jüngsten Abgeordneten in der Landtagsfraktion, zeigt dies.
In diesem Zusammenhang erlauben Sie mir,
nochmals darauf hinzuweisen, dass es immer wieder darauf ankommt, das
Verhältnis jung zu alt im Auge zu haben, wie sich aus dem Rechenbeispiel
unseres LiS Kollegen Schneider aus NRW ergibt. Er ermittelte, dass nach dem
vorläufigen Stimmergebnis die FDP 1.080.000 Stimmen mehr als 2002 erhalten
hat. Dieser Zuwachs ist in erster Linie der Vernunft der Generation der
60-jährigen und Älteren zu verdanken. Sie allein brachten fast 53 % der
Mehrstimmen, zehnmal mehr als die unter 30-jährigen.
In der Bundestagsfraktion sind die
Generationen 60 Jahre und älter nach den vorläufigen Berechnungen nur mit
sieben Abgeordneten vertreten, was 11,5 % ausmacht. Das heißt auch, wir
brauchen die Jungen, aber keinen Jugendwahn.
Die Liberalen Senioren sind weiterhin
bereit, nach ihren Möglichkeiten innerhalb der Partei mitzuwirken. Dabei
sind die Liberalen Senioren nach ihrem Selbstverständnis keine bloße
Interessengruppe, sondern sehen sich in der Gesamtverantwortung für die
Entwicklung einer liberalen Gesellschaft.
Die LiS sehen sich in ihrer Ansicht
bestätigt, dass Ältere sehr wohl ansprechbar sind für liberale Positionen.
Eine wichtige Voraussetzung ist die inhaltliche Klarheit und persönliche
Glaubwürdigkeit der Akteure.
Im Rückblick auf die Bundestagswahl
müssen wir aber auch feststellen, dass in weiten Bereichen der Wähler unsere
Botschaften angekommen sind, aber nicht verstanden wurden. So konnte der
politische Gegner mit Halbwahrheiten bis hin zu bewussten, verbal
ummantelten Lügen punkten. Politiker mit solch schauspielerischem Talent und
rethorischer Begabung lassen die Frage aufkommen, inwieweit unsere
Demokratie gefährdet ist, wenn solche Leute Schule machten. All dies war für
uns Grund genug, einen Beschluss des Landesvorstandes der Liberalen Senioren
Hessen herbeizuführen:
Liberale Senioren Hessen tragen das
Reformprogramm nachhaltig weiter, werden kommende Gesetze und Kommentare der
großen Koalition, wenn sie kommt, an dem FDP Wahlprogramm messen. Wir sehen
weiterhin die Grünen als unseren prinzipiellen Gegner, wollen aber unsere
Position, die der FDP, zum Umwelt- und Verbraucherschutz intensiver
aufgearbeitet sehen.
Der Landesvorstand der Liberalen Senioren
Hessen dankt allen, die tatkräftig zum
Wahlerfolg beigetragen haben. Wir würden
uns sehr freuen, wenn sie unsere Arbeit weiterhin unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Witzel.

Bei der Gesundheitskarte kommt der Versicherte zu kurz
Liberale Senioren Hessen
Durch das Gesundheitsreformgesetz wurde das Sozialgesetzbuch um ein neues
Kapitel " Elektronische Gesundheitskarte" erweitert. Eine Vielzahl von
Abläufen im Gesundheitswesen soll mit ihrer Hilfe durch elektronische
Speicherung einer Unzahl von Daten rationeller werden. Dagegen ist für sich
genommen nichts einzuwenden. Aber profitieren werden davon nach dem
bisherigen Konzept und den Vorbereitungen vor allem die Leistungsträger,
deren Organisationen und die Krankenkassenverwaltungen. Der Versicherte aber
wird zu kurz kommen, wenn nicht deutlich umgesteuert wird.
Dem
Versicherten werden zwar verschiedene Rechte eingeräumt.
So ist z. B. sein Einverständnis vor Erheben, Verarbeiten und Nutzen der
Daten einzuholen, er hat das Recht, auf die Daten zuzugreifen und auf sein
Verlangen sind Daten zu löschen (allerdings nicht solche, die für
Abrechnungszwecke benötigt werden).
Im Kleingedruckten ist auch hier und da auf die Schutzvorschriften
hingewiesen, die im SGB I und im SGB X festgelegt sind, und außerdem gelten
auch die Regelungen des Datenschutzgesetzes.
Aber
auf all das ist nur in Nebensätzen versteckt hingewiesen. Wie soll sich da
ein im Lesen von Gesetzen nicht geschulter Versicherter in einem der
voluminösesten Gesetze wie dem Sozialgesetzbuch mit seinen Rechten vertraut
machen?
Die informationelle Selbstbestimmung des Patienten geht im
Vorschriften-Dschungel des Sozialgesetzbuches verloren.
Erst nach Dutzenden von Sozialgerichtsprozessen wäre in einigen Jahren
entschieden, wer und auf welche Weise und auf wessen Kosten die Auskunfts-,
Einsichts- und Löschungsrechte in Anspruch nehmen kann.
Deshalb muss im Kapitel Gesundheitskarte ein eigener, klar verständlich
formulierter Paragraph über diese Ansprüche der Versicherten eingefügt
werden, der in etwa so lauten könnte:
Anspruch des Versicherten auf Kenntnis
und Besitz seiner Krankenakte
Die Krankenkasse hat dem Versicherten
auf dessen Verlangen jederzeit eine vollständige Übersicht aller Eingaben
zu den verschiedenen durch das Gesetz vorgesehenen Anwendungen (also quasi
ein Protokoll der Eingaben) sowie ihm auf entsprechenden Datenträgern
Ausdrucke seiner gesamten Krankenakte zu übergeben.
Die Gewährleistung dieses Anspruches setzt entsprechende
Organisationsvorkehrungen der Abspeicherungsmodi und Protokollierung der
Eingaben voraus. Angesichts des Gesetzestextes und der bekannt gewordenen
Literatur ist zu befürchten, dass derartige Vorkehrungen bzw.
Protokollierungsquerverweise nicht in dem Umfange vorgesehen, wie es obiger
Forderung entspräche. In einer umfassenden Beschreibung der Elektronischen
Gesundheitskarte stellte Magnus Heier kürzlich in der Frankfurter
Sonntagszeitung fest, dass die Versicherten im Entscheiderkreis über die
Einführung der Gesundheitskarte "überhaupt nicht vertreten" sind.
Um also allen Beteiligten klarzumachen, dass Gesetze und Regelungen in
erster Linie zum Wohle des Bürgers gestaltet werden müssen und nicht für die
umverteilten Empfänger der Beiträge und ihrer Verbände, sollte zudem der
Begriff der Krankenakte erläutert werden:
Dazu gehören insbesondere die in § 291a
genannten Angaben über ärztliche Verordnungen, medizinische Daten für die
Notfallversorgung, Befunde mit deren Grundlagen wie Röntgenaufnahmen und
andere Diagnostikhilfen, sonstige Diagnosen, Therapieempfehlungen,
Behandlungsberichte, Daten einer Arzneimitteldokumentation, Impfungen,
Therapiemaßnahmen, Arztbriefe und andere Informationen von Ärzten
untereinander.
Durch die Entstehungsgeschichte der gesetzlichen Krankenversicherungen und
deren weitgehend gesetzlich festgelegten Aktivitäten sind dort Verwaltungen
entstanden, deren Vorstände und Mitarbeiter der Gedanke einer
Serviceeinstellung gegenüber dem Versicherten als eigentlicher Kostenträger
mehr oder weniger fremd ist.
Verdächtig sind die im Gesetz für die Identifikation des Versicherten bei
der Dateneingabe festgelegten Kriterien "Bezeichnung der ausstellenden
Krankenkasse, einschließlich eines Kennzeichens für die Kassenärztliche
Vereinigung, in dessen Bezirk das Mitglied seinen Wohnsicht hat". Was
geschieht, so bleibt die Frage offen, geschieht, wenn der Versicherte die
Krankenkasse oder den Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung wechselt oder
bei den zu erwartenden Fusionen von Krankenkassen – ist die Kontinuität der
Krankenakte wirklich gewährleistet?
Und um den Leistungsträgern klarzumachen, dass sie für diese Transparenz den
Versicherten gegenüber verantwortlich sind, sollte festgelegt werden:
Die Protokollierung, Speicherart und –dauer
sind so vorzunehmen, dass der jederzeitige Anspruch des Versicherten auf
Kenntnis und Besitz seiner Krankenakte zu verwirklichen sind.
Es muss rechtzeitig auf diese Klarstellungen gedrungen werden. Bei dem
Mega-Projekt Elektronische Gesundheitskarte darf der Versicherte nicht außen
vor bleiben.
Karl Heinrich Träbing

Selbstbestimmung im Alter fördern - Kernstück liberaler Seniorenpolitik
Senioren wollen als geachtete und gleichberechtigte Bürger behandelt werden. Sie wollen sich entsprechend ihren Wünschen und Möglichkeiten entfalten. Sie sollen ein selbständiges, dem Leben zugewandtes Alter führen, in Solidarität mit der eigenen und im Dialog mit den anderen Generationen. Sie wollen ihr Leben so lange wie möglich selbst bestimmen. Dazu gehören entsprechende Wohnformen, Seniorenbüros, Altenclubs und zur gegenseitigen Unterstützung Seniorenfamilien, Hilfsbörsen und "Vereine zur gegenseitigen Hilfe".
Soziale Leistungsfähigkeit der Senioren nutzen
"Noch nie waren 65jährige so gesund, kräftig, dynamisch und unternehmenslustig, noch nie rannten so viele Rentner auf den Marathonstrecken."
(Prof. Meinhard Classen, TU München)
Die Gesellschaft muss sich neu darüber verständigen, was sie von Mitbürgern an Leistungen erwarten kann, die ihren dritten Lebensabschnitt gesund und aktiv beginnen. Ihre lebenslang erworbenen Erfahrungen und ihr Wissen sind für die moderne Bürgergesellschaft unverzichtbar. Vitale Mitbürgerinnen und Mitbürger sehen sich ausgegrenzt, wenn sie ab 55 Jahren in den Vorruhestand gedrängt werden und ihre beruflichen Fähigkeiten nur noch eingeschränkt und unter Wert der Allgemeinheit zur Verfügung stellen dürfen. Bislang geht die Wirtschaftskraft, die sie ehrenamtlich oder im familiären Bereich erbringen, in keine Leistungsbilanz ein.
Politische Mitverantwortung von Senioren fördern
Senioren wollen politische Verantwortung übernehmen, selbst zu Wort kommen und nicht nur Objekt von Politik sein. Dazu sind neue Formen von Mitverantwortung und Mitgestaltung älterer Menschen notwendig. Deshalb wollen die Liberalen Mitwirkungsmöglichkeiten unabhängiger Seniorenvertretungen in den Kommunen fördern.
Altwerden - Chance und Herausforderung
Die Senioren sind die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Und noch nie erreichten Menschen ein so hohes Alter bei so guter Gesundheit. Die FDP begreift diese Entwicklung als Herausforderung und Chance, die Jung wie Alt angeht, auch als Dialog miteinander.
Wenn der dritte Lebensabschnitt gelingen soll, muss die Sozial- und Finanzpolitik neu strukturiert werden. Eine freie Bürgergesellschaft muss jedem Menschen ermöglichen, eigenverantwortlich Vorsorge zu treffen, um auch als Senior aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Die FDP ist die einzige Partei, die der jungen Generation Möglichkeiten für die eigenverantwortliche Altersvorsorge schaffen will. Das Dreistufenmodell ihrer Steuerreform (Steuerquoten von 15, 25 und 35%) sichert den Steuerzahlern den finanziellen Spielraum, frei darüber entscheiden zu können, wie hoch sie ihren Lebensabend zusätzlich absichern wollen.